Heterror
Position in der Topliste: 1049 - Kategorien: + hinzufügen- Griffige Bezeichnung für die auf diesem Planeten leider umfassend wirksame heterosexuelle Zwangsmatrix, nach deren Logik es sich bei Lesben und Schwulen nicht um Personen mit Existenzberechtigung handelt.
Beispielsätze zu Heterror
- Angesichts dieses Heterrors kotzen Schwule und Lesben einfach nur ab.
- Würde es keinen Heterror geben, so wäre dieser Beitrag nicht vorhanden und jemandem wäre langweilig.
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Mann muß ja nicht alles gleich dramatisieren. Zwangsmatrix finde ich extrem unpassend. Man muß als Tunte ja auch nicht umbedingt in ein bayrisches Bergdorf ziehen, sondern kann sich in einer Großstadt sicherlich ungestört entfalten.
Kleiner Tip: Auch Heteros Knutschen nicht im Restaurant wie Teenager und schmatzen dabei laut.
@jolanda: WORD!
Es spricht einige Schwulenfeindlichkeit aus solchen Statements wie dem mit der Tunte und dem bayrischen Bergdorf: Warum soll denn ein Mensch nicht, egal wo, leben können, ohne Diskriminierung fürchten zu müssen? Hallo?
Zwangsmatrix ist keine Übertreibung, Schätzchen. Ich schildere das mal kurz anhand meiner bisherigen Biografie und meines Alltags, der sicherlich einigermaßen repräsentativ ist für mitteleuropäische Lesben. Du darfst die Zwangsmatrix-Impulse gern mitzählen: Meine Eltern sind heterosexuell, auch mein Bruder und meine restliche Verwandtschaft - etwas anderes weiß ich zumindest leider nicht. Meine LehrerInnen waren durch die Bank (offiziell) hetero. Niemand in Elternhaus und Schule hat mich in geeigneter Weise über sexuelle Orientierungen informiert. Darum hat es, obwohl ich mich schon als Kindergartenkind in Mädchen verliebt habe, noch über ein Jahrzehnt (!) gedauert, bis ich gemerkt habe, dass meine Liebe zu Mädchen/Frauen ganz einfach bedeutet, lesbisch zu sein. Davor dachte ich: Ich kann nicht lesbisch sein, denn ich bin ja normal. Mein Coming-out wurde ausgelöst durch den bei mir im Alter von 17 Jahren erreichten Reflexionsgrad, der nötig war, um Heterosexualität von Normalität entkoppeln zu können. Und da war ich, im Vergleich zu einer großen Zahl von so genannten Spätberufenen, noch ziemlich schnell. Die waren noch ein Weilchen länger in der Zwangsmatrix gefangen. In der Schule war mit kulturell hoch stehender Sexualität selbstredend Heterosexualität gemeint. Ganz egal, ob griechische Mythologie, Minnesang, Romeo und Julia oder weibliche Geschlechtsorgane: Heterosexualität war ein überaus facherübergreifendes Thema. Für meine Erfahrungen in Studium und Beruf gilt Analoges. Nicht zu vergessen beim Thema heterosexuelle Zwangsmatrix: Musik, Werbung, Kunst, Literatur, Geschichtsschreibung, Religion und - Film: Da wird heterosexuell kopuliert bis zum Abwinken. Deine angeblich geräuschvoll küssenden gleichgeschlechtlichen Pärchen sind die reinsten Waisenknaben/-mädchen dagegen.
1. Ich finde Schwule und Lesben sind von der Sache her als Menschen nicht umbedingt weniger wert.
2. @elke, du solltest ein Buch schreiben, deine Absonderung hat mir gut gefallen. Ich würde gerne mehr davon lesen.
Na, das will ich doch meinen, dass wir nicht weniger wert sind. Danke für die Blumen, Herbert :-).- mehr …
Naja, weniger wert, ein hartes Wort. Aber diese Menschen pflanzen sich nicht fort. Was Darwin wohl dazu sagen würde? Denk mal drüber nach.
Lisa, du möchtest also die Evolutionstheorie nach Charles Darwin auf menschliche Gesellschaften anwenden und deren Entwicklung als Folge natürlicher Selektion beim ?Kampf ums Dasein? auffassen. Das nennt sich auch "Sozialdarwinismus". In Verbindung mit der so genannten Rassentheorie bildete der Sozialdarwinismus einen Grundpfeiler der Ideologie des Nationalsozialismus und seiner ?Lebensraum?-Doktrin. Auf gesellschaftlicher Ebene wurde der Sozialdarwinismus zur Rechtfertigung von Imperialismus und Rassismus herangezogen und führte, wie du vermutlich weißt, in Deutschland zu Bestrebungen, geistig Behinderten oder schwer Erbkranken zur Vermeidung der genetischen ?Degeneration? das Lebensrecht abzusprechen. Dies führte in der Zeit des Nationalsozialismus schließlich zum Genozid, der massenhaften Ermordung ?lebensunwerten Lebens? oder ?minderwertiger Rassen? wie der jüdischen Bevölkerung Deutschlands und weiter Teile des restlichen Europas. Auch viele Schwule und Lesben kamen in den Konzentrationslagern der Nazis zu Tode.
Der Sozialdarwinismus ist ein Wesensmerkmal des Rechtsextremismus. Der Kern rechtsextremer Ideologie artikuliert sich in der ?Ideologie der Ungleichheit?, aus der ethnische, geistige und körperliche Unterschiede zum Kriterium für die Zuweisung eines minderen Rechts- und Wertestatus für bestimmte Individuen und Gruppen hergeleitet werden. Heute gilt der Sozialdarwinismus natürlich als diskreditiert.
Ich gebe zu, Teile meines Kommentars sind aus dem Lexikon abgeschrieben, aber ich finde das nicht unseriös.
@ Elke: was du zu Darwinismus erzaehlst, ist sehr oberflaechlich. Survival of the fittest ist kein Sozialdarwinismus, und natuerliche wie geschlechtliche Selektion sind wissenschaftlich gut belegt - gaebe es dich, wenn deine praehistorischen Vorfahren nicht ueberlebt haetten? Nein.
Ich kenne mich mit dem Sozialdarwinismus leider nicht aus. Die Gedanken sind mir spontan aufgrund meiner Schulbiologie gekommen. Ich bin sehr liberal und denke man sollte alles aussprechen können. Dennoch möchte ich das hier nicht vertiefen.
Ben *gähn*, bevor du mit Wissenschaft daher kommst, lern erst mal lesen. Ich habe weder was zu Darwinismus erzählt noch behauptet, dass Survival of the fittest Sozialdarwinismus sei. Natürlich gäbe es mich ohne meine Vorfahren nicht - ja und? Lisa, du möchtest das nicht vertiefen: Geht mir genau so.
Die Worderklärung ist eine Verspottung der Meinungsfreiheit ( ja auch das ist Meinung). Im Kindergartenalter verliebt ( das impliziert sexuelle Bedürfnisse, die über enge Freundschaft hinausgehen) zu sein weist auf eine weitreichende psychosexuelle Störung hin, die durchaus, ebenso wie Bindungsangst und ein allgemeines Unverständnis für das andere Geschlecht zu homosexuellen Neigungen führen könnte. Viel Spass noch mit einem bedeutungslosen Sexualleben.
Also langsam wird aus der Zwangsmatrix des Heterror eher eine des Homoterror.
Nach dem Neurologen Klaus Poeck ist Homosexualität genetisch bedingt und die Präferenzen für eine Partnerwahl entwickeln sich als Anlage beim ungeborenen Kind schon im Mutterleib.
Homosexualität ist also schlicht & einfach eine Variante in der menschlichen Evolution.Inwiefern diesbezüglich eine Relevanz vorhanden ist,wird sich erst in Generationen zeigen,da homosexuelle Menschen heute in der Lage sind,sich mit Hilfe auch der modernen Medizin fortzupflanzen und jetzt also auch aktiv im Genpool mitmischen.
Was ich nicht verstehe,ist das ganze Getue rund um die Homosexualität,ich als Heterrorist mache ja auch kein Trara um meine sexuellen Vorlieben und muß deswegen nicht in einer Musikkarawane herumspringen und mit szenegängigen Outfits meinen Lebensstil proklamieren.
Ich meine eher,dass immer öfter Homoterror sich verbreitet als das Schwule & Lesben,Inter-,Trans- und Asexuelle sich von Heteros in Lebensformen gepresst sehen müssen.
Hans-Dietrich, an deiner Bildung, an deiner ethischen Reife und an deiner Rechtschreibung solltest du noch ein bisschen arbeiten.- schliessen
13 Kommentare
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