Juristensprache

Die Juristensprache oder Rechtssprache - umgangssprachlich als Juristendeutsch bezeichnet - ist die juristische Fachsprache, die in den Rechtswissenschaften verwendet wird.
Genau wie die Verwaltungssprache ist auch die Juristensprache sehr umständlich. Auch sie verwendet in der Schriftform häufig Schachtelsätze, wodurch es in Sachen Verständlichkeit nicht viel besser um sie steht. Darüber hinaus kennzeichnet sie der teilweise exzessive Gebrauch von Fachwörtern, der schnell das "Überladen" von Inhalten zur Folge hat.
Juristen sind zwar des öfteren angehalten, die Juristensprache auch für Nichtjuristen verständlich zu machen, indem sie die All­tags­spra­che nutzen. Man denke bspw. an Ge­set­ze oder Ur­teils­be­grün­dun­gen. Aber im Großen und Ganzen ist die Juristensprache für Außenstehende in der Regel völlig unverständlich und kann deswegen auch als "kundenunfreundlich" bezeichnet werden. Denn wer hat noch keinen Vertrag gelesen oder einen Rechtsstreit ausgefochten, bei dem das Verstehen der Texte in einem Desaster endete? Die meisten juristischen Schriftstücke lassen sich daher bestens mit einem medizinischen Befund vergleichen. Diesen versteht auch niemand, der der Arztsprache nicht mächtig ist.

Liste mit Fachbegriffen der Juristensprache