Aberglauben

• Kategorie: Singularetantum

Orthographie

Normgerechte Schreibung

  • Aberglauben

Silben und Silbentrennung

  • Anzahl der Silben: 3
  • Silbentrennung: Aber | glau | ben, kein Plural

Etymologie

Bedeutung (Definition)

Was bedeutet "Aberglauben"?

[1] abwertend: ein Glaubenssatz oder ein Glaubensgebilde, das dem eigenen gegenüber als irrational, unvernünftig, nutzlos (manchmal auch unmenschlich) und deswegen als unterlegen betrachtet wird

Wortherkunft & Verweise

von mittelhochdeutsch: abergloube, einer Zusammensetzung aus mittelhochdt.: aber – verkehrt und gloube, geloube – Glaube, Glauben

Sprache

Sprachgebrauch

Was bedeutet Sprachgebrauch?
  • abwertend
  • Religion

Quantitative Linguistik

Grundwortschatz

Was ist der Grundwortschatz?

"Aberglauben" gehört nicht zum deutschen Grundwortschatz.

Wortlänge nach Buchstaben

"Aberglauben" umfasst 11 Buchstaben.

Rang nach Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Begriff "Aberglauben" belegt Position 116963 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.

Grammatik

Wortart

Was ist eine Wortart?

Genus

Was ist Genus?
Maskulinum (männlich, Artikel: der)

Numerus & Kasus

Was ist Numerus & Kasus?
Nominativ Singular der Aberglauben
Genitiv Singular des Aberglaubens
Dativ Singular dem Aberglauben
Akkusativ Singular den Aberglauben

Beispiele

Beispielsätze

  • Erlaubte und unerlaubte Weissagungen waren von jeher ein Geschäft des Priesters oder Hausvaters und Zauberers; jene gehören zur Religion, diese zum Aberglauben. (J.W. Wolf, Die deutsche Götterlehre, Aberglauben, zitiert nach Projekt Gutenberg)
  • Befreiung vom Aberglauben heißt Aufklärung; weil, obschon diese Benennung auch der Befreiung von Vorurteilen überhaupt zukommt, jener doch vorzugsweise (in sensu eminenti) ein Vorurteil genannt zu werden verdient, indem die Blindheit, worin der Aberglaube versetzt, ja sie wohl gar als Obliegenheit fordert, das Bedürfnis von andern geleitet zu werden, mithin den Zustand einer passiven Vernunft vorzüglich kenntlich macht. (Immanuel Kant, Kritik der Urteilskraft, § 40, zitiert nach Projekt Gutenberg)
  • Es ist ganz unmöglich, zu sagen, wo der Populärglaube aufhört und wo der philosophische Aberglaube anfängt; der letztere erkennt den erstern in der Regel an, um ihn seinem System, namentlich seiner Dämonenlehre unterzuordnen. (Jacob Burckhardt, Die Zeit Constantins des Großen, 6. Abschnitt, zitiert nach Projekt Gutenberg)

Phonologie

Aussprache

Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ˈaːbɐˌɡlaʊ̯bn̩

Ähnlich klingende Wörter

Semantik

Assoziation

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Antonyme

Was ist ein Antonym?

Hyperonyme

Was ist ein Hyperonym?

Synonyme

Was ist ein Synonym?
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Rhetorische Stilmittel

Anagramme (Wortspiel)

Was ist ein Anagramm?

Kategorien

Verwendung in anderen Quellen

Zitate

  • Betrachtet man die Alchimie überhaupt, so findet man an ihr dieselbe Entstehung, wie wir … bei anderer Art Aberglauben bemerkt haben. Es ist der Mißbrauch des Echten und Wahren, ein Sprung von der Idee, vom Möglichen, zur Wirklichkeit, eine falsche Anwendung echter Gefühle, ein lügenhaftes Zusagen, wodurch unsern liebsten Hoffnungen und Wünschen geschmeichelt wird.

    Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

  • Laß mich den Aberglauben eines Volkes schaffen, und mir ist es gleich, wer ihm seine Gesetze oder seine Lieder gibt.

    Mark Twain (1835 - 1910)

  • Zum gröbsten Aberglauben gehört der Aberglaube der Gelehrten, daß der Mensch ohne Glauben leben könne.

    Giuseppe Mazzini (1805 - 1872)

  • zeige alle Sprüche und Zitate

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