Neigschlaafter

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  • Als "Neigschlaafter" bezeichnet man im fränkischen Dialekt einen Zugezogenen (in erster Linie solche, die aus einem anderen Bundesland kommen).
    Das Wort "Neigschlaafter" setzt sich zusammen aus den Dialektworten "nei" (= "herein) und "a Gschlaafter" (= wörtlich "Geschleifter", "Herbeigezogener"). Grob könnte man es übersetzen mit "jemand, den es in die Gegend verschlagen hat".
    Mit dem (manchmal etwas abfällig gesagten) Wort "Neigschlaafte" geht auch oft die Bezeichnung "Saupreuß" oder "Dreckspreuß" einher. Die Franken haben es nämlich an sich, so ziemlich alles, was oberhalb der nördlichen bayerischen Grenze (also ab Thüringen aufwärts) liegt, als "Preußen" zu verunglimpfen.
    Die Autorin dieses Textes spricht da aus Erfahrung. ;)
    Von anonym am
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Entstehungsgeschichte von Neigschlaafter
  • Das Wort ist fest im Fränkischen Wortschatz verankert.
    Besonders zum Zeitpunkt des Mauerfalls und in den ersten Jahren danach, als Arbeiter aus den neuen Bundesländern einzogen, wurde das Wort geradezu inflationär benutzt.
Beispielsätze zu Neigschlaafter
  • Der Mann ist aus Brandenburg hergezogen, das ist ein "Neigschlaafter".
    (Fränkisch: Der Moo is aus Brannaburch hägezugn, des is a Neigschlaafter.)
    Von anonym am 31.07.2014
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