Voltaire Zitate

Voltaire

Willkommen auf unserer Webseite, die Voltaire (1694 - 1778) gewidmet ist und eine erlesene Sammlung seiner Zitate enthält.

Voltaire, eigentlich François-Marie Arouet, erhielt eine klassische Ausbildung am Collège Louis-le-Grand in Paris und zeigte früh ein Talent für Literatur und Rhetorik. Bereits in jungen Jahren begann er, sich für die Literatur und die Künste zu interessieren.
Er begann seine literarische Karriere als Dramatiker und Dichter und erlangte bald Anerkennung für sein scharfes und satirisches Schreiben. Aufgrund seiner kritischen Ansichten und seines scharfen Witzes geriet er jedoch bald in Konflikt mit den Autoritäten und wurde mehrmals inhaftiert. Im Jahr 1726 wurde er schließlich ins Exil geschickt und verbrachte drei Jahre in England, dem zu dieser Zeit wohl freiheitlichsten Land in Europa. Dort vertiefte er sein Wissen über Philosophie, Politik und Wissenschaft.
Voltaire war ein Fürsprecher der Aufklärung. Er setzte sich für die Ideale von Freiheit, Toleranz und Vernunft ein und kritisierte die Missstände der Gesellschaft seiner Zeit, einschließlich der Korruption der Kirche und des Absolutismus der Monarchie. Seine Werke waren geprägt von einem scharfen Verstand, einem kritischen Blick auf die Welt und einem unerschütterlichen Glauben an den Fortschritt und die Verbesserung der Menschheit.
Voltaire starb am 30. Mai 1778 in Paris im Alter von 83 Jahren. Trotz seines Todes bleibt sein Vermächtnis lebendig, und seine Ideen und Werke haben auch heute noch einen anhaltenden Einfluss auf die moderne Welt. Er wird als einer der wichtigsten Vertreter der Aufklärung und als Verfechter der Freiheit des Denkens und der Meinungsäußerung verehrt. Sein Name ist untrennbar mit den Idealen der Aufklärung verbunden und wird immer mit Bewunderung und Respekt in Erinnerung bleiben.

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Hier findest du 175 Zitate von Voltaire.

Ich nenne keinen Mann groß, es sei denn, dass er der Menschheit große Dienste geleistet habe.

Die Freiheit besteht darin, nur von den Gesetzen abzuhängen.

Glaubt ihr vielleicht, es sei schwieriger, einen Beweis zu liefern als ein Kind zu zeugen?

Die Reue machte Gott zur Tugend der Sterbenden.

Es gibt keinen wirklichen Genuß ohne wirkliches Bedürfnis desselben.

Die Philosophen haben von je her weder Homer noch die Pharisäer gebraucht, um überzeugt zu sein, daß alles nach unabänderlichen Gesetzen geschieht, daß alles im voraus geordnet ist, daß alles zwangsläufige Wirkung ist.

Der Friede ist noch mehr wert als die Wahrheit; ich habe den einen weder die andere kaum je angetroffen in dieser Welt.

Größe ist immer gefährlich.

Es hat keinen Zweck, für ein Unternehmen zu arbeiten, welches aufhört nützlich zu sein und von allen Seiten behindert wird.

Die Moral ist dieselbe bei allen Menschen; also kommt sie von Gott. Der Kultus ist verschieden; also ist er Menschenwerk.

Ein Mensch kann nur eine bestimmte Zahl von Zähnen, Haaren und Gedanken haben; irgendwann kommt für ihn die Zeit, da er unfehlbar seine Zähne, seine Haare und seine Gedanken verliert.

Die Zuneigung erklärt sich häufig nur aus niedriger Gesinnung und hochmütiger Eitelkeit.

Was ist ein Hund einem Hunde, ein Pferd einem Pferde schuldig? Nichts. Kein Tier ist von seinesgleichen abhängig. Der Mensch dagegen hat etwas von der »Vernunft« genannten göttlichen Eigenschaft mitbekommen, und was trägt sie ihm ein? Daß er Sklave ist, und zwar fast auf der ganzen Erde.

Vernichtet den schändlichen Aberglauben.

Man spricht immer schlecht, wenn man nichts zu sagen hat.

Wie oft hat der unerbittlichste Haß die geringfügigsten Ursachen!

So wie es ist, kann das Menschengeschlecht nur dann weiterleben, wenn es eine unendlich große Zahl von Menschen gibt, die nützliche Arbeit tun und selber nichts besitzen; denn ein wohlhabender Mann würde gewiß seinen Acker nicht verlassen, um Ihren Acker zu pflügen, und wenn Sie ein Paar Schuhe brauchen, wird sie Ihnen ein Referent im Staatsrat nicht machen. Die Gleichheit ist also zugleich die natürlichste und die abwegigste Sache.

Um wirklich weise und folglich auch wirklich glücklich zu sein, braucht man nur frei von allen Leidenschaften zu sein.

Muße ist eine gute Sache, aber Langeweile ist ihr Bruder.

Wieviel nüchterne Poeten haben schon die Flasche besungen.

Lesen weitet die Seele, und ein guter Freund tröstet sie.

Aus einem Gespräch des Philosophen mit seinem Freund über die Grenzen des menschlichen Geistes: Diese Grenzen sind überall. [...] Montaigne hatte den Wahlspruch: "Was weiß ich? Dein Wahlspruch aber ist: Was weiß ich nicht?"

Der Krieg ist eine unvermeidliche Geißel. Wenn man genau hinsieht, haben alle Menschen den Gott Mars angebetet.

Die Eigenliebe ist das Werkzeug unserer Selbsterhaltung; es hat vieles mit dem Werkzeug unserer Fortpflanzung gemeinsam: es ist notwendig, es ist uns lieb und teuer, es schafft uns Vergnügen, und man muß es verbergen.

Zwanzig Jahre sind nötig, um den Menschen von dem Pflanzenleben, das er im Schoße seiner Mutter führt, und dem rein animalischen Leben, das der Anteil seiner ersten Kindheit ist, zu dem Zeitpunkte zu bringen, wo die Reife der Vernunft zu dämmern beginnt. Dreißig Jahrhunderte waren nötig, um seinen Bau ein wenig kennen zu lernen. Die Ewigkeit wäre nötig, um etwas von seiner Seele kennen zu lernen. Nur ein Augenblick ist nötig, um ihn zu töten.

Das ist das Vorrecht des erfinderischen Genies: es bahnt sich den Weg dort, wo noch niemand vor ihm gewandelt, es bewegt sich führerlos, kunstlos, regellos; es verirrt sich auf seiner Bahn, aber es läßt alles, was nur der Vernunft und Genauigkeit entstammt, weit hinter sich.

Die Zwietracht ist das wesentliche Unglück der Menschheit und Toleranz die einzige Arznei.

Wer seinem Lande treu dient, braucht keine Ahnen.

Fast alles Große in der Welt ist durch das Genie und die Festigkeit des einzelnen Mannes bewirkt worden, der gegen die Vorurteile der Menge ankämpfte, oder ihr welche beibrachte.

Geben Sie ruhig zu, daß der Streit um Worte mehr Unheil auf diesem Globus angerichtet hat als Pest und Erdbeben. Den Nächsten lieben, ihn aufklären, wenn man kann, ihn bedauern, wenn er im Irrtum befangen ist; alles das, was fraglich ist, auf sich beruhen lassen – das ist meine Religion, die mehr wert ist als alle Eure Systeme und Symbole. Nur, wenn wir diese Dinge gar zu ernst nehmen, gibt es Aufregung und Streit.

Im übrigen sage ich, was ich denke, und schere mich keinen Deut darum, ob die anderen ebenso denken wie ich.

Das Geheimnis der Kunst ist das, daß sie die Natur korrigiert.

Auch im Genuß soll stets die Weisheit führen.

Ärzte schütten Medikamente, von denen sie wenig wissen, zur Heilung von Krankheiten, von denen sie noch weniger wissen, in Menschen, von denen sie gar nichts wissen.

Das Vergnügen ist niemals zu teuer bezahlt.

Die Grazien sind stehend allerliebst, sitzend noch schöner, liegend gefallen sie mir am besten.

Anerkennung ist ein wundersam Ding: Sie bewirkt, daß das, was an anderen hervorragend ist, auch zu uns gehört.

Man soll seinen Garten pflegen.

Arbeit ist häufig der Vater des Vergnügens.

Vom Leben muß man wie vom Mahle fortspazieren, dem Wirte danken und sein Bündel schnüren.

Unbefriedigte Liebe wächst, wenn Liebende einander fern sein müssen, und keine Philosophie hilft dagegen.

Dreihundert Jahre meines Nachruhmes für eine gute Verdauung!

Der erste Ehrgeizige hat die ganze Menschheit angesteckt

Ein jeder Mensch sollte wissen, daß alle kleinen Vorfälle, welche dieses vorübergehende Leben beunruhigen können, sich in der Ewigkeit verlieren.

Der Beifall, der schlechten Büchern gezollt wird, ist den Fortschritten des menschlichen Geistes ebenso hinderlich wie das Toben gegen die guten.

Die Engländer haben zweiundvierzig Religionen, aber nur zwei Saucen.

Alle Menschen wären also notwendigerweise gleich, wenn sie keine Bedürfnisse hätten. Die uns Menschen anhaftende Bedürftigkeit hat zur Folge, daß der eine sich dem anderen unterordnen muß.

Es ist weit besser zu schweigen, als nur die Quantität schlechter Bücher zu erhöhen.

Kurz, je weniger Aberglaube, desto weniger Fanatismus, und je weniger Fanatismus, desto weniger Unheil.

Wechsle deine Vergnügungen, aber nie deine Freunde.

Wer das Konzept der Unendlichkeit verstehen will, muß nur das Ausmaß menschlicher Dummheit betrachten.

Man erstickt den Verstand der Kinder unter einem Ballast unnützer Kenntnisse.

Nicht die Ungleichheit ist das wirkliche Übel, sondern die Abhängigkeiten.

Man kann von Propheten nicht verlangen, daß sie immer irren.

Esprit ist genau das Gegenteil von Geld: Je weniger einer davon hat, desto zufriedener ist er.

Eigenliebe ist ein windgefüllter Schlauch, dem Stürme entweichen, wenn man auch nur mit einer Nadel hineinsticht.

Jedes Land, in dem Betteln ein Beruf ist, wird schlecht regiert.

Lieber sich der Gefahr aussetzen, einen Schuldigen freizusprechen, als einen Unschuldigen verurteilen.

Der Atheismus und der Fanatismus sind zwei Ungeheuer, die die Gesellschaft verschlingen und zerreißen können.

Man muß bis zum letzten Augenblick gegen Natur und Schicksal kämpfen und nie an etwas verzweifeln, bis man mausetot ist.

Wie das größte physische Übel der Tod ist, so ist das größte moralische zweifellos der Krieg.

Demut ist das Gegengift des Stolzes.

Heuchelei ist die Tugend des Feiglings.

Gibt es jemand, der so weise ist, daß er aus den Erfahrungen anderer lernt?

Optimismus: die Torheit zu behaupten, daß alles gut sei, wenn es schlecht ist.

Ein toter Löwe ist nicht so viel wert wie eine lebendige Mücke.

Vermutlich hat Gott die Frau erschaffen, um den Mann kleinzukriegen.

Die gesamte Vernunft der Männer ist nicht ein Gefühl der Frauen Wert.

Der erste Gatte war der erste Betrogene.

Ein guter Freund ist mehr wert als aller Ruhm der Welt.

Wo etwas Dummes gesagt wird, da wird es hell in den Menschenherzen.

Ich fürchte, mich zu kennen, und kann mich doch nicht ignorieren.

In den meisten Fällen ist die Todesursache eines Menschen sein Leben.

Die Inquisition ist bekanntlich eine bewunderungswürdige und wahrhaft christliche Erfindung, um den Papst und die Mönche mächtiger zu machen und ein ganzes Reich zur Heuchelei zu zwingen.

Kommt es euch wohl zu, Menschen zu verbrennen, weil sie von einer Rasse abstammen, die ehemals ein kleines steiniges Land in der Nähe der Syrischen Wüste bewohnte? Was schert es euch, ob ein Mann eine Vorhaut hat oder nicht, oder ob er seine Osterandacht bei Vollmond im April hält oder am Sonntag darauf?

Jeder Mensch kommt mit einer sehr großen Sehnsucht nach Herrschaft, Reichtum und Vergnügen sowie mit einem starken Hang zum Nichtstun auf die Welt.

Eigenliebe ist das Instrument der Selbsterhaltung.

Alle Menschen sind gleich; nicht die Geburt, nur die Tüchtigkeit macht einen Unterschied.

…jede Begierde ist ein Bedürfnis, das sich als Schmerz bemerkbar macht.

Vorurteile sind die Vernunft der Narren.

Die Menschen gebrauchen ihren Verstand nur, um ihr Unrecht zu rechtfertigen, und ihre Sprache allein, um ihre Gedanken zu verbergen.

Wer nur weise ist, führt ein trauriges Leben.

Die Geburt ist offenbar ein Schwerverbrechen, denn sie wird mit dem Tode bestraft.

Das ist ein Leben! Man verbringt es hoffend, um es mit einem Tode zu beschließen, an den man wieder Hoffnungen knüpft.

Das Glück ist nur ein Traum, doch der Schmerz wirklich.

Die Menschen suchen ihr Glück, ohne zu wissen, auf welche Art sie es finden können: wie Betrunkene ihr Haus suchen, im unklaren Bewußtsein, eins zu haben.

Der Himmel ist weiter nichts als der große Schlafsaal der Erde, der allen Menschen offensteht.

Die Literatur gibt der Seele Nahrung, sie bessert und tröstet sie.

"Alles ist gut" will nur besagen, daß alles von unveränderlichen Gesetzen regiert wird.

Wenn einmal eine Nation zu denken beginnt, ist es unmöglich, sie daran zu hindern.

Nur eine Religion, die alle anderen duldet und so deren Wohlwollen würdig ist, kann aus der Menschheit ein Volk von Brüdern machen.

Alle Würden dieser Erde wiegen einen guten Freund nicht auf.

Geflickte Freundschaft wird selten wieder ganz.

Originalität ist meistens nichts anderes als ein noch nicht entdecktes Plagiat.

Die Verleumdung ist schnell und die Wahrheit langsam.

Die Deutschen sind die Greise von Europa, die Engländer die Männer; die Franzosen die Kinder, und ich mag gern mit Kindern spielen.

Gelegenheit, Böses zu tun, bietet sich hundertmal am Tage, Gutes zu tun dagegen nur einmal im Jahre, wie Zarathustra sagt.

Ich habe gefunden, daß Menschen mit Geist und Witz auch immer eine feine Zunge besitzen, jene aber mit stumpfem Gaumen beides entbehren.

Regierungskunst besteht darin, so viel Geld wie möglich einer Klasse von Bürgern zu nehmen und es den anderen zu geben.

Vergiß nicht, wenn du wütend bist, nichts zu tun, bevor du dir das Alphabet aufgesagt hast.

Frauen sind widerspruchsvoll, denn wenn sie sagen: „Mein Herr, Sie gehen zu weit“, tritt man ihnen bestimmt zu nahe.

Kennst du viele Sprachen - hast du viele Schlüssel für ein Schloß.

Jedes Gesetz soll klar, einheitlich und genau sein; es auslegen heißt fast immer, es verderben.

Alle Künste sind gut, ausgenommen die langweilige Kunst.

Je öfter eine Dummheit wiederholt wird, desto mehr bekommt sie den Anschein der Klugheit.

Der Wert des Geldes ist der Pulsschlag des Staates.

Es ist förderlich für die Gesundheit deshalb beschließe ich, glücklich zu sein.

Jetzt – gerade jetzt, ist nicht die rechte Zeit, sich Feinde zu schaffen.

Alles um euch, alles in euch ist ein Rätsel, dessen Lösung zu erraten dem Menschen nicht gegeben ist.

Die Metaphysik ist das Feld der Zweifel und der Roman der Seele.

Das Vergnügen ist etwas Göttliches, und ich bin der Meinung, daß jedermann, der guten Tokaier trinkt, der eine schöne Frau küßt, mit einem Wort, der angenehme Empfindungen hat, ein wohltätiges höchstes Wesen anerkennen muß.

Alles, was zu dumm ist, ausgesprochen zu werden - wird gesungen.

Es ist eine verabscheuenswerte Schwäche der Menschen, bewundernd zu jenen emporzuschauen, die ihnen auf glänzende Art Böses angetan haben. Sie sprechen lieber vom Zerstörer eines Reiches als von dessen Gründer.

Lieber von einem Löwen gefressen als von 1000 Ratten.

Die Gesellschaft braucht eine Ansicht, das Volk braucht eine Religion, gäbe es Gott nicht, müßte man ihn erfinden.

Um hunderttausend Mann auf Totschlag auszuschicken dafür habt ihr Geld genug. Nicht aber für zehntausend Hungrige?

Er kennt alle Seitenwege des Herzens! Die Hauptstraße aber ist ihm unbekannt.

Die Kunst der Medizin besteht darin, den Kranken solange bei Stimmung zu halten, bis die Natur die Krankheit geheilt hat.

Seit jenem Tag, an dem der erste Schuft seinen ersten Dummkopf fand, gibt es Quacksalber.

Ein Doktor ist ein Mann, der Drogen verordnet, von denen er wenig weiß und diese einem Organismus gibt, von dem er noch weniger kennt.

Man möge nachweisen, daß das gewisse Etwas namens Materie genauso gut denken kann wie das gewisse Etwas namens Esprit.

Eine dumme einfältige Frau ist ein Segen des Himmels.

Alle Menschen lieben ihren Vorteil, nur verstehen nicht alle dasselbe darunter.

Glück wird durch den Magen bewirkt.

Zufall ist ein Wort ohne Sinn; nichts kann ohne Ursache existieren.

Die Menschen [sind] aus Gewohnheit abergläubisch und aus Instinkt Schurken.

Am Grunde eines Problems sitzt immer ein Deutscher.

Mir scheint, wir haben alle eine natürliche Neigung zum Zusammenschluß, zum Parteigeist. Wir suchen darin eine Stütze für die eigene Schwäche.

Das Paradies ist da, wo ich bin.

Unseren Feinden ihre Tugenden zu vergeben, das ist das Größte.

Sowie man Gutes tun will, kann man sicher sein, Feinde zu finden.

Mein Leben ist ein Kampf.

Wer von weit herkommt, hat leicht lügen.

Wahrheiten sind Früchte, die nur ganz reif gepflückt werden dürfen.

Das vollkommene Glück ist unbekannt. Für den Menschen ist es nicht geschaffen.

Wer seine Wünsche zähmt, ist immer reich genug.

Wenn Sie einen Schweizer Bankier aus dem Fenster springen sehen, springen Sie hinterher. Es gibt bestimmt etwas zu verdienen.

Wenn es sich um Geld handelt, gehört jeder der gleichen Religion an.

Um zweierlei beneide ich die Tiere: Sie wissen nicht, was an Bösem droht, und sie wissen nicht was über sie geredet wird.

Tüchtigkeit, nicht Geburt unterscheidet die Menschen.

Mancher glänzt an zweiter Stelle, dessen Licht an der ersten erlischt.

Man muß jeden nach seinen Werken entlohnen.

Liebe die Wahrheit, aber verzeihe den Irrtum.

Je mehr einer weiß, desto mehr bezweifelt er.

Während der einen Hälfte unseres Lebens opfern wir die Gesundheit, um Geld zu erwerben, während der andern das Geld, um die Gesundheit zu erlangen, und während der Zeit geht Gesundheit und Leben von dannen.

Ich mag keine Helden. Sie machen mir zuviel Lärm in der Welt.

Human ist der Mensch, für den der Anblick fremden Unglücks unerträglich ist und der sich sozusagen gezwungen sieht, dem Unglücklichen zu helfen.

Gott schuf die Tugend, der Mensch den Anschein davon.

Gesellschaftlich ist kaum etwas so erfolgreich, wie Dummheit mit guten Manieren.

Freundschaft ist die Ehe der Seelen.

Die höchste Arroganz besteht darin, sie gar nicht zu zeigen.

Die Arbeit hält drei große Übel fern: die Langeweile, das Laster und die Not.

Das Vergnügen, recht zu behalten, wäre unvollständig ohne das Vergnügen, andere ins Unrecht zu setzen.

Alle Jahrhunderte ähneln sich durch die Bosheit der Menschen.

In allen Kriegen geht es nur darum, zu stehlen.

Das Geheimnis der Medizin besteht darin, den Patienten abzulenken, während die Natur sich selber hilft.

Ein Schurke ist oft nur ein Narr.

Manchmal bin ich der Verzweiflung nahe, wenn ich bedenke, daß ich nach allen meinen Forschungen weder weiß, woher ich komme, noch was ich bin oder wohin ich gehe und was einmal aus mir wird.

Wenn die Materie ewig war, mußte sie auch ewige Eigenschaften besitzen, wie Gestalt, Trägheit, Bewegung und Teilbarkeit. Diese Teilbarkeit aber ist nur eine Folge der Bewegung, denn ohne Bewegung läßt sich nichts teilen, trennen oder ordnen. Man betrachtet also die Bewegung als zum Wesen der Materie gehörig.

Anerkennung bewirkt, daß das Hervorragende an den anderen auch zu uns gehört.

Weise sein heißt, die Narren und die Bösen meiden.

Wir wollen uns dessen aber nicht rühmen, daß wir die Ältesten sind, sondern darauf bedacht sein, stets die Gerechtesten zu sein.

Unser Vaterland ist die Stelle, an die unser Herz gebunden ist.

Dauernde, immer wechselnde Lust gibt es nicht auf dieser Welt, da müßt ihr anderswo suchen.

Jede Art von Kunst ist gut, außer der, die langweilig ist.

Alles wendet sich zum besten in der besten aller möglichen Welten.

Das Theater bildet mehr als ein dickes Buch.

Jeder versucht halt auf seine Weise, in der Welt vorwärts zu kommen.

Die Verzweiflung hat oft Schlachten gewonnen.

Sobald sich Gefühle in festen Begriffen ausdrücken lassen, hat ihre Stunde geschlagen.

Nichts zeigt besser den Charakter eines Mannes als die Art und Weise, wie er sich den Frauen gegenüber verhält.

Jeder Mensch kommt mit einer sehr großen Sehnsucht nach Herrschaft, Reichtum und Vergnügen sowie mit einem starken Hang zum Nichtstun auf die Welt.

In der ersten Hälfte unseres Lebens opfern wir unsere Gesundheit, um Geld zu erwerben, in der zweiten Hälfte opfern wir unser Geld, um die Gesundheit wiederzuerlangen. Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und Leben von dannen.

Eine gute oder eine schlechte Gesundheit gestaltet unsere Philosophie.

Geflickte Freundschaft wird selten wieder ganz.

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