Ruhrdeutsch & Ruhrpottsprache

Im Ruhrgebiet (auch Pott bzw. Ruhrpott genannt) spricht die Arbeiterklasse Ruhrdeutsch rsp. die Ruhrpottsprache. Hierbei handelt es sich um keinen Dialekt sondern vielmehr um einen Soziolekt, also eine Gruppensprache, die aus verschiedenen im Ruhrgebiet gesprochenen Dialekten sowie Einflüssen aus anderen Sprachräumen hervorgegangen ist. Diese Tatsache hängt mit der Industrialisierung zusammen. Zu jener Zeit erfuhr der Bergbau im Ruhrgebiet nämlich einen immensen Aufschwung, der zahlreiche Arbeiter aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands sowie aus anderen Ländern mit sich brachte. Dies hatte wiederum Verständigungsprobleme zur Folge. Eine einheitliche Sprache musste also her - das Ruhrdeutsch. Darin enthalten sind Einflüsse der niederdeutschen Mundarten in Westfalen sowie der niederfränkischen Mundarten am Niederrhein. Darüber hinaus beinhaltet es Einflüsse aus dem Slawischen, dem Rotwelschen sowie der ripuarischen (rund um Köln gesprochener Dialekt) und limburgischen Sprache (gesprochen im Nordosten Belgiens, im Südosten der Niederlande und im Südniederfränkischen).

Ruhrdeutsche Wörter