Beamtendeutsch & Verwaltungssprache

! Im Wörterbuch: Amtsdeutsch Verwaltungssprache Behördensprache behördensprachlich Beamtendeutsch

Mit Verwaltungssprache oder Behördensprache ist die Amtssprache gemeint, die in Ämtern und Verwaltungen auf der ganzen Welt in schriftlicher und mündlicher Form verwendet wird. In Deutschland ist die Verwaltungssprache bspw. Deutsch.

Darüber hinaus wird mit Verwaltungssprache auch jene Sprache bezeichnet, die im Schriftverkehr in Behörden und Verwaltungen in Deutschland verwendet wird. In diesem Zusammenhang ist auch umgangssprachlich von Beamtendeutsch oder Amtsdeutsch die Rede. Der Duden bezeichnet sie auch als "Papierdeutsch".
Beamtendeutsch gilt als überaus förmliche Ausdrucksweise. Der Stil dieser Sprache ist sehr genau und kompakt und orientiert an der Juristensprache. Hier werden Begriffe und auch Definitionen aus Verordnungen und Gesetzen wortwörtlich übernommen. Ein sehr markantes Merkmal dieser Sprache ist das Weglassen des Fugen-S. So spricht, beziehungsweise schreibt man von der "Körperschaftsteuer" und nicht von der "Körperschaftssteuer". Zudem enthält das Beamtendeutsch kaum Fremdwörter und ist geprägt von sogenannten Schachtelsätzen (kompliziert gebaute Sätze mit mehr als einem Nebensatz, die teilweise durch zahlreiche Kommata getrennt sind). Durch diesen umständlichen Schreibstil ist der Sinn oder Unsinn vieler Amtstexte für Normalbürger nur schwer verständlich und alles andere als kundenorientiert bzw. bürgernah.
Um diesem Problem entgegenzuwirken, verzeichnet die Sprachnudel auch Wörter und Redewendungen aus diesem Soziolekt, um sie der Allgemeinheit verständlich zu machen.

Verwaltungssprachliche Begriffe

Liste mit Begriffen aus dem Beamtendeutsch