Friedrich Lienhard Zitate

Willkommen auf unserer Webseite, die Friedrich Lienhard (1865 - 1929) gewidmet ist und eine erlesene Sammlung an Zitaten enthält.

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Friedrich Lienhard Zitate

Hier findest du 34 Zitate von Friedrich Lienhard.

Die Stille der Nacht oder des Waldes kann der Seele ein Hilfsmittel sein, in ihre eigenen Tiefen hineinzulauschen.

Und so berühren sich Himmel und Erde in einem wahrhaft bis in die tiefste Seele liebenden Ehepaar; und es zieht ein Strahl von ihrer Liebe durch das ganze Universum hindurch bis mitten in das Herz Gottes, der solcher Liebe Ursprung ist. So heilig und so groß ist es, wenn diejenigen sich finden, die von Uranfang zusammengehören. Suchet, bis ihr gefunden, aber suchet das Reine! Entsaget, wenn ihr nicht findet, aber werdet nicht irre am Reinen!

Das Licht und seine Verwandten werden in der künftigen Menschheit, wenn sie sich aus Mechanismus und Mammonismus losgerungen hat, eine bedeutendere Stellung einnehmen.

Kleinlichkeit ist das Zeichen unserer Tage. Nicht auf den Geist, nicht auf das Innere, Große, Ideale wird geschaut, sondern auf den Buchstaben, auf Wissensanhäufung.

Hei! Das ist eine andere Welt, die mir da aufgeht! Mit Literaten und allerlei leichtgeflügeltem Federvolk im vollsprudelnden Leben! Heraus aus meiner idealistischen Einsamkeit!

Der wahre Künstler übt keine Rückschau, sondern Ewigkeitsschau.

Wir dürfen die Verbindung mit dem Ewigen nicht verlieren, in dessen Odem doch zuletzt unser Tiefstes lebt.

Erst aus großer Weltanschauung fließt große Kunstanschauung.

Kampf ist das Weltgesetz!

Ist dir's in deiner Ecke zu eng, so schüttle ab alles, was dich beengt, wandre, werde, was du werden magst und kannst – wenn nur dein Ich, deine Persönlichkeit, der Kern deines Wesens zur Erblühung kommt.

In Eurem Saal steh' ich als fremde Welt!

Mein Herz war in den Gefilden der Dichtung, nicht auf den Bänken der Dogmatik und der Exegese.

Wir haben alle Ursache, außerhalb der Arbeitsstunden den wahren, den höheren Menschen wieder aufzurichten und in seinem Stolz und Persönlichkeitsbewußtsein zu heben. Nicht am Biertisch, nicht beim Skat, nicht in zerreibender Geselligkeit – wohl aber mit Mitteln, die das Gemütsleben fördern und die Seele adeln.

Ich habe selten Gott um das gebeten, was die Menschen »Glück« nennen. Ich bitte meist nur – meist: denn wir haben schwächere Stunden – meist nur um die Kraft und Freudigkeit, meine Bestimmung zu erfüllen. Darin wird sie mit der Zeit immer zäher; alle anderen Güter und Begehrlichkeiten verblassen daneben. Kommt dann jedoch von außen her dies und jenes Angenehme, so nimmt man das überrascht und dankbar an, als eine ungesuchte Gnade.

Ruhig werden und stillhalten! Damit der göttliche Wind durch unsere reingestimmten Saiten hindurchharfen kann. Wir machen nicht die großen Gedanken, noch das reine Herz: sie wachsen. Sie kommen aus unbekannten Fernen, sie sind Geschenk!

Deutschland ist in äußerster Not. Von der Urzelle aus muß die Erneuerung kommen. Die Urzelle ist aber keine sinnliche Sache, kein Außen, sondern ein Innen: Erneuere dein Herz, reinige dein Gewissen, ringe dich zum Sinn des Daseins durch!

Es gibt nur einen Weg zur Meisterschaft: Erschütterungen durch Leid und Liebe. Aus ihnen wird Weisheit wenn Vollendungsdrang dahinter wirkt. Weisheit ist veredelte Liebe, verklärtes Leid, geschmiedeter Schmerz.

Wer will angesichts des Sternenhimmels nicht ganz und gar abschütteln, was ihm an Erdensorgen die Seele bedrückt! Ein Anstaunen dieses umfassendsten Kunstwerks aller Kunstwerke entzückt und durchschauert, bis eine tiefsinnige Sehnsucht nach letzter Klarheit, nach Erkenntnis der letzten Harmonie aller Dinge wie süße Musik das ganze Wesen ehrfurchtsvoll durchströmt.

Ich erwarte das Feinste nicht von Organisationen, sondern von jenen stillen, starken, durch Leid gereiften Menschen der gesammelten Glut, in denen die schöpferische Liebe lebt.

Vom schöpferischen Gemüt aus das Leben erneuern; nicht von unten noch von oben, nicht von rechts noch von links, sondern parteilos von innen heraus umgestalten, wo die Kernzelle glüht, wo der Gral aufleuchtet, wo das Rosenkreuz aufblüht: ja, das ist es, worauf es ankommt.

Hohe Dinge kommen nur zu den Stillen, wie Gestalten aus Mondschein, wie Stimmen der Nacht. Reine Kraft zieht magnetisch an. Du brauchst nicht mehr die Welt zu erobern; denn die Welt kommt zu dir: sie strahlt sich in deine Klarheit ein.

Was wir jetzt wie das liebe Brot brauchen, ist weder Monarchie noch Republik, weder Königschaft noch Präsidentschaft, sondern königswürdige Gesinnung. Ihr Sitz ist die Menschenseele. Von ihr geht Beseelungs- und Verklärungskraft aus. Unter dieser Kraft aber verstehen wir jene nahrhafte, stärkende Wärme von Mensch zu Mensch, deren Ausstrahlung das Leben wertvoll und eine Volksgemeinschaft edel macht.

O Deutschland, schwöre der Gasse ab und suche wieder Waldpfad und Feldweg mit all den wartenden Gesängen deiner jetzt verstörten Seele.

Denke dir unter deinem Volke die Edelsten und Besten an Geist und Herzen, ob im armen Handwerkskittel, ob im Fürstengewand! Sie sind dein unsichtbares Vaterland mitten im sichtbaren. An ihnen läutere, mit ihnen panzere dich als mit einer Gefolgsschar, die so leicht kein Alltag niederzwingt.

Wir selber, wir Menschen – das Göttliche in uns – müssen an unserem eigenen Teil vollbringen das schwere Werk der Verklärung und Vergeistigung dieser Erbmasse. Niemand befreit uns davon. Gott ist in uns, wirkt durch uns, wir sind seine Sendlinge und Gehilfen, seine Arme und Hände.

Mit Goldbuchstaben müßte man das Wort Ehrfurcht über Neudeutschlands Pforte hämmern. Denn es ist eine Kraft der Sammlung des Gemütes, daß sich tapfer und vertrauend zum Lichte in und über uns bekennt.

Das Reich Gottes ist weder Schwärmen noch schöngeistiges Genießen, sondern Wirken in Liebe und Weisheit, in Schönheit und Güte.

Die größte Tat bleibt immer die Läuterung der eigenen Persönlichkeit, das Finden und Ausbauen des Heiligtums, das in uns allen ist; das werktätige Ausstrahlen dieses Heiligen in die zu erobernde Welt.

Innigkeit und Aufmerksamkeit im Bunde! Ja, da liegt's. Wir hasten an allem vorüber und es ist so viel Schönheit am Weg, wenn man nur die Kraft des Willens hat, es ins Auge zu fassen und es mit eigener Seelenkraft anzustrahlen, sodaß es seine Schönheit auftut und ungeahnte Farben aus dem eigenen Innern entwickelt.

Man kann sagen, daß der äußerlich alternde Mensch im kosmischen Sinne immer jünger wird; denn die Geistgestalt, auf die er angelegt ist, reift immer mehr aus dem zusammenfallenden Körper empor, je reifer seine Seele wird und je gesunder sich seine Entwicklung vollzogen hat.

Die vornehme Seele hämmert den Schmerz zu Gold; der Schwächling nörgelt, schimpft oder verkümmert und kommt nicht drüber hinweg.

Worauf kommt es an? Auf die Strahlenkraft deiner Seele. Wo entzündest du diese Kraft? An den Meistern und den Menschen deiner Liebe. Wo übst du sie? An dem Ausschnitt der Welt, den du zu ordnen, zu beherrschen und zu verklären fähig bist.

Liebe ist Lebenswärme, die man braucht, wie das tägliche Brot. Keine größere Wohltat kann zu irgendeiner Zeit des Lebens dem Erdenwanderer widerfahren, als wahre Freundschaft und echte Liebe.

Mein Amt und Adel ist ein Freudeschaffen.

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