Bildungssprache

Die Bildungssprache ist eine Sprachvarietät, die zur Vermittlung von Bildungsinhalten dient. Kinder beginnen mit dem Erlernen in der Regel in der Vorschule oder Schule.
In schulischer Umgebung spricht man übrigens auch von Schulsprache, bei der die Übergänge zur Bildungssprache fließend sind. Im Gegensatz zur Bildungssprache ist die Schulsprache jedoch konstruiert und verfügt über keine historisch ausgeprägten Sprachmittel wie bspw. das Modalverben-System oder das Passiv.
Da das gesamte Bildungswesen auf der Bildungssprache fußt, spielt sie auch in der Berufsausbildung und im Studium eine wesentliche Rolle für den dortigen Erfolg.
In Bildungseinrichtungen wird Bildungssprache zwar ständig verwendet aber nicht direkt vermittelt. Sie unterliegt also dem natürlichen ́Spracherwerb jedes einzelnen. Dadurch ist der Zugang mitunter erschwert, was für Schüler, Auszubildende oder Studenten oftmals ein Problem darstellt. So nutzen Lehrkräfte das Fachvokabular der Bildungssprache etwa zum Erklären, Beschreiben, Analysieren und Vergleichen. Das Aneignung obliegt aber dem Lernenden selbst, weshalb der Erfolg häufig vom privaten Umfeld abhängig ist.
Generell zeichnet sich Bildungssprache durch die Verwendung von fachspezifischen Fremdwörtern sowie einer kontextreduzierten Sprache aus. Im Vergleich mit situationsgebundener Sprache ist daher ein deutlich höherer kognitiver Aufwand zum Verstehen notwendig.
Da es sich bei der Bildungssprache nicht nur um eine gesprochene Sprache sondern ebenfalls um eine Schriftsprache handelt, wird sie u.a. auch gerne in öffentlichen Mitteilungen und akademischen Publikationen verwendet.

Liste gehobener Wörter der Bildungssprache

Bildungssprachliche Begriffe