Die Dritte Flandernschlacht im Ersten Weltkrieg war ein Versuch der Alliierten an der Westfront, einen Durchbruch im Raum Ypern zu erzielen, daher auch der Name Dritte Ypernschlacht. Sie begann am 31. Juli 1917 und endete am 6. November 1917 mit der Eroberung des Dorfes Passendale (Passchendaele). Die Auseinandersetzung, eine der herausragenden Materialschlachten des Ersten Weltkriegs, wird zu den vier Flandernschlachten gezählt.
Ziel der Alliierten war es, in Belgien einzumarschieren und die von den Deutschen besetzten Häfen an der belgischen Küste – von hier aus griffen sie britische Schiffe an – zu befreien. Man wollte den deutschen Verteidigungsgürtel auf dem Westflandrischen Bergrücken durchbrechen; dafür musste als Erstes das Dorf Passchendaele erobert werden.
Die Dritte Flandernschlacht wurde wegen ihrer monatelangen Dauer von den angreifenden Engländern in mehrere Schlachtbezeichnungen aufgegliedert. Die Einleitungsschlacht vom 7. Juni hieß Schlacht bei Messines und sollte vom Abschnitt der Hauptoffensive, die am 31. Juli mit der Schlacht bei Pil(c)kem eingeleitet wurde, ablenken. Ab 16. August konzentrierten sich die Kämpfe bei Langemarck, ab 20. September bei Menen und ab 26. September in der Schlacht im Polygon-Wald. Die späteren Offensiven werden als Schlacht von Broodseinde (4. Oktober), Schlacht von Poelcapelle (9. Oktober), Erste Schlacht von Passchendaele (12. Oktober) und vom 26. Oktober bis zum Abflauen der Flandernschlacht als Zweite Schlacht von Passchendaele bezeichnet.
Ein Durchbruch an der Westfront und eine Neutralisierung der deutschen U-Boot-Basen an der belgischen Küste gelangen den Briten nicht. Die Geländegewinne waren zwar nominell recht bedeutend (rund 50 Quadratmeilen oder 130 km²), brachten aber keine signifikanten strategischen Vorteile und wurden mit enormen Verlusten an Soldaten und Kriegsmaterial erkauft. Deswegen steht die Flandernoffensive heute für die Brutalität und Sinnlosigkeit dieses Krieges.