Die Prinzipal-Agenten-Theorie, auch Prinzipal-Agent-Theorie beziehungsweise Agenturtheorie (teils auch Prinzipal-Agenten-Modell genannt) ist ein aus der Wirtschaftswissenschaft kommendes Modell der Neuen Institutionenökonomik. Diese Theorie ist aber auch in den Sozialwissenschaften Soziologie und Politikwissenschaft etabliert. Die Bezeichnung Prinzipal-Agent-Theorie leitet sich von der englischen Originalbezeichnung principal-agent theory und dem entsprechenden principal-agent problem ab. Das der Prinzipal-Agententheorie zugrundeliegende Problem wird als das Prinzipal-Agenten-Problem oder Prinzipal-Agenten-Dilemma bezeichnet.
Dabei bezeichnet Prinzipal den Auftraggeber und Agent den Beauftragten. Letzterer besitzt dabei normalerweise einen Wissensvorsprung (Informationsasymmetrie), der in unterschiedlicher Weise entweder zu Gunsten oder Ungunsten des Prinzipals eingesetzt werden kann. Des Weiteren wird davon ausgegangen, dass die Interessen von Prinzipal und Agent nicht deckungsgleich sind. Die Theorie bietet ein Modell, um das Handeln von Menschen in einer
Hierarchie zu erklären. Zudem trifft sie generelle Aussagen zur Gestaltung von Verträgen.