In der Informatik sind Koroutinen (auch Coroutinen) eine Verallgemeinerung des Konzepts einer Prozedur oder Funktion. Der prinzipielle Unterschied zwischen Koroutinen und Prozeduren ist, dass Koroutinen ihren Ablauf unterbrechen und später wieder aufnehmen können, wobei sie ihren Status beibehalten.
Unter den ältesten Programmiersprachen, die Koroutinen unterstützen, sind Simula oder Modula-2. Auch moderne Sprachen wie Python kennen ähnliche Konzepte. In einigen weit verbreiteten Sprachen wie C oder Java gestaltet sich die Implementierung jedoch schwierig. Der Begriff selbst stammt von Melvin Conway, der ihn 1963 in einer Veröffentlichung über Compilerbau benutzte. Donald Knuth bezeichnet Prozeduren als Spezialfall von Koroutinen.