Was bedeutet Popel?
[1] dicker Nasenschleim, verhärtetes Nasensekret
[2] armseliger Mensch
[3] regional: rotziger Junge
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Spiel nicht mit dem Popel.

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Popel ist eines der wenigen slawischen Wörter, die ins Deutsche übernommen wurden. Ursprünglich bezeichnete das urslawische "popelъ" Asche, Krümel oder wertlose Reste, das die Bedeutung bis heute trägt. Im Russischen heißt es "пепел", im Belarussischen "попел", im Polnischen "popiół". Nur in der tschechischen Umgangssprache wurde es erweitert auf Nasenkrümel, allerdings ausschließlich als trockener, feiner Rest, nicht als frisches Sekret; im Polnischen bezeichnet man Nasenkrümel als "glutka". Anders als manchmal behauptet, findet sich popel nicht in altfranzösischen Wörterbüchern wie dem Tobler-Lommatzsch. Die Übernahme ins Deutsche erklärt sich aus den Sprachkontaktzonen im Osten: Bis weit in die Neuzeit hinein mischten sich Deutsch mit Wendisch und Sorbisch. In diesen Alltagssprachen dominierten kleine, feine, oft unbrauchbare Überbleibsel, sei es Asche vom Herd oder winzige Krümel, als semantische Motivatoren für Wörter wie Popel. Wichtig ist, Popel nicht über die moderne medizinische Sicht als Nasensekret zu verstehen, sondern als den uralten, metaphorisch erweiterten Begriff für den "wertlosen Rest".

Orthographie

Normgerechte Schreibung

  • Popel

Silben und Silbentrennung

  • Anzahl der Silben: 2
  • Silbentrennung: Po | pel, Plural: Po | pel

Phonologie

Aussprache

Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ˈpoːpl̩

Reimwörter

Was sind Reimwörter?

Was reimt sich auf "Popel"?

Grammatik

Wortart

Was ist eine Wortart?

Genus

Was ist Genus?
Maskulinum (männlich, Artikel: der)

Numerus & Kasus

Was ist Numerus & Kasus?

Deklination / Einzahl & Mehrzahl von "Popel":

Nominativ Singular der Popel
Nominativ Plural die Popel
Genitiv Singular des Popels
Genitiv Plural der Popel
Dativ Singular dem Popel
Dativ Plural den Popeln
Akkusativ Singular den Popel
Akkusativ Plural die Popel

Sprache

Sprachgebrauch

Was bedeutet Sprachgebrauch?
  • regional
  • umgangssprachlich

Quantitative Linguistik

Die Quantitative Linguistik ist die Statistik der Sprachwissenschaft.

Grundwortschatz

Was ist der Grundwortschatz?

"Popel" gehört nicht zum deutschen Grundwortschatz.

Länge nach Buchstaben

"Popel" umfasst 5 Buchstaben.

:

Buchstabenhäufigkeit

Was bedeutet Buchstabenhäufigkeit?
E 1-mal 17,22% (sehr häufig)
L 1-mal 3,85% (gelegentlich)
O 1-mal 2,41% (gelegentlich)
P 2-mal 0,72% (selten)

Konsonanten und Vokale

"Popel"

enthält 2 Vokale und 3 Konsonanten

Worthäufigkeit

Was bedeutet Worthäufigkeit?

Der Begriff "Popel" wird selten im Sprachgebrauch verwendet.

Rang nach Worthäufigkeit

Wie wird der Rang nach Worthäufigkeit ermittelt?

Der Eintrag "Popel" belegt Position 63765 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.

Beispiele

Beispielsätze

  • Putz dir den Popel von der Nase.
  • Niemand kümmert sich um den Popel.
  • Jeder Popel kann heutzutage Daimler fahren.
  • Spiel nicht mit dem Popel.

Semantik

Assoziation

Nimmst du "Popel" eher als positiv oder negativ wahr?

Assoziative Bedeutungen

Gedanken und Gefühle, die neben der Grundbedeutung geweckt werden:

Hyperonyme

Was ist ein Hyperonym?

Oberbegriffe von "Popel":

Buchstabenspiele

Scrabble

Was ist Scrabble?
  • Buchstabenwert für "Popel": 13
    • Die Berechnung basiert auf:
      ∑ aus 2 × P(4) = 8, O(2), E(1), L(2)
      Insgesamt ergibt das 13 Punkte.
  • Tipp: Wortfinder für Scrabble nutzen!

Wortprofile

Wortkarte

Was ist eine Wortkarte?

Wortlisten

"Popel" ist in folgenden Wortlisten zu finden:

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Befragung zur Nutzung von "Popel" im persönlichen Sprachgebrauch.

Kommentare

  • Nr. 1 (ID 7625) von anonym am 07.01.2026

    Popel ist eines der wenigen slawischen Wörter, die ins Deutsche übernommen wurden. Ursprünglich bezeichnete das urslawische "popelъ" Asche, Krümel oder wertlose Reste, das die Bedeutung bis heute trägt. Im Russischen heißt es "пепел", im Belarussischen "попел", im Polnischen "popiół". Nur in der tschechischen Umgangssprache wurde es erweitert auf Nasenkrümel, allerdings ausschließlich als trockener, feiner Rest, nicht als frisches Sekret; im Polnischen bezeichnet man Nasenkrümel als "glutka". Anders als manchmal behauptet, findet sich popel nicht in altfranzösischen Wörterbüchern wie dem Tobler-Lommatzsch. Die Übernahme ins Deutsche erklärt sich aus den Sprachkontaktzonen im Osten: Bis weit in die Neuzeit hinein mischten sich Deutsch mit Wendisch und Sorbisch. In diesen Alltagssprachen dominierten kleine, feine, oft unbrauchbare Überbleibsel, sei es Asche vom Herd oder winzige Krümel, als semantische Motivatoren für Wörter wie Popel. Wichtig ist, Popel nicht über die moderne medizinische Sicht als Nasensekret zu verstehen, sondern als den uralten, metaphorisch erweiterten Begriff für den "wertlosen Rest".

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verifizierter Eintrag (SM, 12/2022