Die Schichtung ist ein typisches Merkmal von Sedimenten und Sedimentgesteinen. Eine Schicht ist ein dreidimensionaler Sediment- oder Sedimentgesteinskörper, der durch zwei Flächen, die Schichtunterseite (Basis, Sohle) und die Schichtoberseite (Top, Dach) begrenzt ist. Die Abfolge von Schichten, wie sie in einem Aufschluss beobachtet werden kann, kommt meist durch die Sedimentation von unterschiedlichem Material zustande (Schicht(en)folge). Ein solcher Materialwechsel geht in der Regel auf eine Änderung der Ablagerungsbedingungen zurück. Die Unterschiede zwischen den benachbarten Schichten können dabei sowohl in der mineralogischen Zusammensetzung, der Korngröße, der Färbung als auch in der Textur bestehen. Hinsichtlich des Mineralbestandes kann der Materialkontrast durch diagenetische Prozesse nachträglich bedeutend verstärkt worden sein („Pseudoschichtung“).
Auch Vulkanite und Plutonite können Schichtungen aufweisen, und während der Metamorphose von Sedimentgesteinen kann die Schichtung erhalten bleiben.
Wenn bei metamorphem Gestein eine Schichtbildung zu erkennen ist, die auf tektonische Vorgänge zurückzuführen ist, wird diese nicht als Schichtung, sondern als Schieferung bezeichnet. Wenn die einzelnen Schichten zudem aus verschiedenen Mineralien bestehen, spricht man anstelle der Schichtfolge von einer Bänderung. Beide Phänomene können auch als Foliation zusammengefasst werden.
In der Lithostratigraphie wird die Schicht als Stratum bezeichnet. Die Untersuchung geologischer und bodenkundlicher Schichtungen und ihre zeitliche Zuordnung nennt man Stratigraphie (Schichtenkunde). Die in den einzelnen Schichten enthaltenen Bestandteile und ihre Fossilien ermöglichen die zeitliche und genetische Korrelation mit gleich alten, oft weit entfernten Ablagerungen.