dauern

Orthographie

Normgerechte Schreibung

  • dauern

Silben und Silbentrennung

  • Anzahl der Silben: 2
  • Silbentrennung: dau | ern, Präteritum dau | er | te, Partizip II ge | dau | ert

Etymologie

Bedeutung (Definition)

[1] intransitiv: über bestimmten Zeitraum erstrecken, für eine bestimmt Zeitspanne anhalten, währen
[2] gehoben: bestehen bleiben, beständig sein
[3] gehoben, aber auch regional schwäbisch: bei jemandem Mitleid erregen, jemandem leidtun

Wortherkunft

[1, 2] Der Ursprung des Wortes liegt im lateinischen durare  (fortdauern, aushalten, Bestand haben), das wiederum von durus  (hart) entlehnt ist. Aus durare entwickelten sich das mittelhochdeutsche tūren oder dūren (Bestand haben, aushalten, standhalten) und das mittelniederdeutsche und das mittelniederländische dūren (währen, sich erstrecken).
Zunächst war das Verb auch nur in den letztgenannten Sprachen verbreitet, gelangte dann aber im 12. Jahrhundert ins Hochdeutsche und verdrängte allmählich wern, eine Vorform von währen. Allgemeine Verbreitung erlangte dauern ab dem 18. Jahrhundert.(1)
[3] Das Verb ist aus dem mittelhochdeutschen tūren und dem mittelniederdeutschen dūren entstanden. Beide Formen sind Ablautungen vom Adjektiv teuer, das im Mittelhochdeutschen als tiure existierte. Dauern bedeutete ursprünglich also zu teuer/kostbar sein und zu teuer/kostbar dünken, jedoch wurde es bereits im Mittelhochdeutschen auch in der heutigen Bedeutung verwendet.
Der Anlaut d- kommt seit dem 15. Jahrhundert vor und setzte sich zum Ende des 18. Jahrhunderts durch. Zur gleichen Zeit endete auch der vorher seit dem 16. Jahrhundert vorkommende Wechsel zwischen den Formen dauren und dauern.(2)
  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9 , "1dauern", Seite 205
  2. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9 , "2dauern", Seite 205

Sprache

Sprachgebrauch

Was bedeutet Sprachgebrauch?
  • bildungssprachlich
  • gehoben

Quantitative Linguistik

Grundwortschatz

Was ist der Grundwortschatz?

"dauern" gehört zum deutschen Grundwortschatz.

Wortlänge nach Buchstaben

"dauern" umfasst 6 Buchstaben.

Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Begriff "dauern" wird oft im Sprachgebrauch verwendet.

Rang nach Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Begriff "dauern" belegt Position 840 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.

Grammatik

Wortart

Was ist eine Wortart?

Flexion

Was ist Flexion?
Präsens ich dauere
Präsens du dauerst
Präsens er, sie, es dauert
Präteritum ich dauerte
Partizip II gedauert
Konjunktiv II ich dauerte
Imperativ Singular dauere
Imperativ Plural dauert
Hilfsverb haben

Beispiele

Beispielsätze

  • "Den Menschen geht es wirklich nicht gut... Es dauert mich, was ich da sehen muss. Das ist zum Teil schwer auszuhalten." (norddeutschemission.de)
  • Eine Massage dauert 45 Minuten.
  • Bis alle Schäden des Erdbebens beseitigt sind, wird es noch Jahre dauern.
  • Unsere Liebe wird dauern.
  • Der Tod der alten Dame dauert ihn sehr.
  • Der Niedergang der Vereinskultur dauert mich.

Phonologie

Aussprache

Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ˈdaʊ̯ɐn

Ähnlich klingende Wörter

Reimwörter

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Semantik

Assoziation

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Assoziative Bedeutungen

Hyponyme

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Synonyme

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Rhetorische Stilmittel

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"dauern" ist ein Isogramm.

Wortbildungen

Wortbildungsprodukte

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"dauern" am Anfang

"dauern" mittig

Wortgruppen

Phrasenbildungen

Kategorien

Verwendung in anderen Quellen

Zitate

  • Die guten Stunden dauern und werden mit jedem Tag wichtiger.

    Robert Louis Stevenson (1850 - 1894)

  • Die Frage indes, ob ein Friede ewig dauern werde oder nicht, hat noch nie jemand in der Welt abgehalten, einen Frieden zu schließen.

    Otto von Bismarck (1815 - 1898)

  • Auf Erden dauern schöne Träume selten lange, die rauhe Wirklichkeit läßt sich ihre Rechte nicht nehmen, und wenn die Träume am himmlischsten sich gestalten, macht sie einen Strich durch dieselben und streut Sand darauf.

    Jeremias Gotthelf (1797 - 1854)

  • zeige alle Sprüche und Zitate

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