Die Akzessibilitätshierarchie (engl.: Accessibility Hierarchy, auch Zugänglichkeitshierarchie oder Keenan-Comrie-Hierarchie) ist eine sprachwissenschaftliche
Hierarchie, die das syntaktische Verhalten von Relativsätzen in einfachen
Hauptsätzen übereinzelsprachlich beschreibt. Sie wurde 1977 von Edward L. Keenan und Bernard Comrie vorgeschlagen. Ob über bestimmte Nominalphrasen (NPn) relativisiert werden kann, hängt laut dieser Hierarchie auch vom Status anderer Positionen ab.
Die hierbei angelegte
Definition von Relativsatz ist stark semantisch ausgerichtet. Dies ist vor allem nötig, um einen Vergleich zwischen möglichst vielen Sprachen zuzulassen, denn jede auf syntaktischen Kriterien basierende Definition würde die Strukturen einzelner Sprachen bevorzugen. Als Relativsatz definieren Keenan und Comrie jede Konstruktion, bei der eine allgemeinere Menge – die Domäne – spezifiziert und dann eingeschränkt wird.
Obwohl es einige Gegenbeispiele gibt und es vorgeschlagen wurde, dass die Hierarchie verfeinert werden soll, wird sie generell als geltend akzeptiert.