Was bedeutet Handel?
Etymologie
Die Etymologie erforscht den Ursprung und die historische Entwicklung von Wörtern.
Abkürzungen
Wortherkunft & Verweise
- etymologisch: mittelhochdeutsch handel → gmh "Handlungsweise, Vorgang, Begebenheit, Gerichtsverhandlung, Rechtssache", seit dem 15. Jahrhundert auch "Geschäft, Gewerbe", Rückbildung zu handeln.(1) Belegt seit dem 13. Jahrhundert.(2)
- strukturell: Substantivierung des Verbstamms von handeln
- Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache "Handel"
- Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , Stichwort: "Handel", Seite 388.
Orthographie
Normgerechte Schreibung
Silben und Silbentrennung
- Anzahl der Silben: 2
- Silbentrennung: Han | del, Plural: Hän | del
Phonologie
Aussprache
Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ˈhandl̩
Reimwörter
Was reimt sich auf "Handel"?
Grammatik
Die Grammatik ist das Regelwerk, das beschreibt, wie eine Sprache aufgebaut ist und funktioniert.
Wortart
Genus
Maskulinum (männlich, Artikel: der)
Numerus & Kasus
Deklination / Einzahl & Mehrzahl von "Handel":
| Nominativ Singular |
der Handel |
| Nominativ Plural |
die Händel |
| Genitiv Singular |
des Handels |
| Genitiv Plural |
der Händel |
| Dativ Singular |
dem Handel |
| Dativ Plural |
den Händeln |
| Akkusativ Singular |
den Handel |
| Akkusativ Plural |
die Händel |
Sprache
Wortschatz
Quantitative Linguistik
Die Quantitative Linguistik ist die Statistik der Sprachwissenschaft.
Grundwortschatz
"Handel" gehört
zum deutschen Grundwortschatz.
Länge nach Buchstaben
"Handel" umfasst 6 Buchstaben.
:
Buchstabenhäufigkeit
| E |
1-mal |
→ |
17,22% |
(sehr häufig) |
|
| N |
1-mal |
→ |
10,04% |
(häufig) |
|
| A |
1-mal |
→ |
5,67% |
(mäßig häufig) |
|
| H |
1-mal |
→ |
5,11% |
(mäßig häufig) |
|
| D |
1-mal |
→ |
4,81% |
(gelegentlich) |
|
| L |
1-mal |
→ |
3,85% |
(gelegentlich) |
|
Konsonanten und Vokale
"Handel"
enthält 2 Vokale und 4 Konsonanten
Rang nach Worthäufigkeit
Der Eintrag "Handel" belegt Position 1614 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.
Beispiele
Beispielsätze
-
Der Handel mit Waffen hat enorm zugenommen.
-
Unser Handel ist damit abgeschlossen.
Semantik
Die Semantik befasst sich mit der Bedeutung von Wörtern und Sätzen.
Assoziation
Nimmst du "Handel" eher als positiv oder negativ wahr?
Assoziative Bedeutungen
Gedanken und Gefühle, die neben der Grundbedeutung geweckt werden:
Hyperonyme
Oberbegriffe von "Handel":
Hyponyme
Unterbegriffe von "Handel":
Wort- & Buchstabenspiele
Wort- & Buchstabenspiele sind sprachliche Rätsel, bei denen mit einzelnen Buchstaben oder deren Anordnung gespielt wird. Lust auf unsere kniffligen Wortspiele?
Scrabble
- Buchstabenwert für "Handel": 8
- Die Berechnung basiert auf:
∑ aus H(2), A(1), N(1), D(1), E(1), L(2)
Insgesamt ergibt das 8 Punkte.
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Isogramme
"Handel" ist ein Isogramm. Jeder Buchstabe kommt darin nur einmal vor.
Wortprofile
Wortkarte
Wortgruppen
Phrasenbildungen
Wortlisten
"Handel" ist in folgenden Wortlisten zu finden:
Verwendung in anderen Quellen
Zitate
- Ich muß Politik und Krieg studieren, damit meine Söhne die Freiheit haben, Mathematik und Philosophie zu studieren. Meine Söhne sollten Mathematik und Philosophie studieren, außerdem Geographie, Naturgeschichte, Schiffbau, Navigation, Handel und Landwirtschaft, damit sie ihren Kindern das Recht geben, Malerei, Poesie, Musik, Architektur, Dekoration und Porzellan zu studieren.
John Adams (1735 - 1826)
- Handel ist das größte aller politischen Interessen.
Houston Stewart Chamberlain
(1855 - 1927)
- Sicherlich hat nächst der Liebe zur Wissenschaft keine Leidenschaft in der Welt der Menschheit so viel Gutes getan, als die Liebe zum Gelde. Ihr verdanken wir allen Handel und alle Gewerbe, den Besitz jeder häuslichen Gemütlichkeit und jedes Luxus, nebst vielem anderen.
Henry Thomas Buckle
(1821 - 1862)
- Wenn man [...] die wichtige Rolle betrachtet, welche die Geschlechtsliebe in allen ihren Abstufungen und Nuancen, nicht bloß in Schauspielen und Romanen, sondern auch in der wirklichen Welt spielt, wo sie, nächst der Liebe zum Leben, sich als die stärkste und tätigste aller Triebfedern erweist, die Hälfte der Kräfte und Gedanken des jüngern Teiles der Menschheit fortwährend in Anspruch nimmt, das letzte Ziel fast jedes menschlichen Bestrebens ist, auf die wichtigsten Angelegenheiten nachteiligen Einfluss erlangt, die ernsthaftesten Beschäftigungen zu jeder Stunde unterbricht, bisweilen selbst die größten Köpfe auf eine Weile in Verwirrung setzt, sich nicht scheut, zwischen die Verhandlungen der Staatsmänner und die Forschungen der Gelehrten störend, mit ihrem Plunder, einzutreten, ihre Liebesbriefchen und Haarlöckchen sogar in ministerielle Portefeuilles und philosophische Manuskripte einzuschieben versteht, nicht minder täglich die verworrensten und schlimmsten Händel anzettelt, die wertvollsten Verhältnisse auflöst, die festesten Bande zerreißt, bisweilen Leben, oder Gesundheit, bisweilen Reichtum, Rang und Glück zu ihrem Opfer nimmt, ja, den sonst Redlichen gewissenlos, den bisher Treuen zum Verräter macht, demnach im Ganzen auftritt als ein feindseliger Dämon, der alles zu verkehren, zu verwirren und umzuwerfen bemüht ist; — da wird man veranlasst, auszurufen: Wozu der Lärm? Wozu das Drängen, Toben, die Angst und die Not? Es handelt sich ja bloß darum, dass jeder Hans seine Grete findet.
Arthur Schopenhauer
(1788 - 1860)
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