pofen

Orthographie

Normgerechte Schreibung

  • pofen

Silben und Silbentrennung

  • Anzahl der Silben: 2
  • Silbentrennung: po | fen, Präteritum pof | te, Partizip II ge | poft

Etymologie

Bedeutung (Definition)

Was bedeutet "pofen"?

Hauptbedeutung

[1] umgangssprachlich: schlafen

Nebenbedeutung

[1] Jemand der "poft", schläft. Auch als Substantiv, dann: "Pofe".

Wortherkunft & Verweise

Eine Quelle behauptet, die Herkunft des Verbs sei bislang nicht aufzuklären.(1) Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass das Wort aus dem Rotwelschen stammt, in welches es als puffen oder buffen (schlafen, nächtigen) aus dem Deutschen gelangt ist. Seine Bedeutung wurde zunächst auf Koitieren beschränkt, erweiterte sich dann aber wieder und umfasste erneut allgemein das Schlafen.(2)
  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion, Annette Klosa u. a. (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-05504-9 , "pofen", Seite 1220
  2. Siegmund A. Wolf: Deutsche Gaunersprache. Wörterbuch des Rotwelschen, 1993, Seite 256

Sprache

Sprachgebrauch

Was bedeutet Sprachgebrauch?
  • salopp
  • umgangssprachlich

Quantitative Linguistik

Grundwortschatz

Was ist der Grundwortschatz?

"pofen" gehört nicht zum deutschen Grundwortschatz.

Wortlänge nach Buchstaben

"pofen" umfasst 5 Buchstaben.

Rang nach Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Begriff "pofen" belegt Position 98430 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.

Grammatik

Wortart

Was ist eine Wortart?

Flexion

Was ist Flexion?
Präsens ich pofe
Präsens du pofst
Präsens er, sie, es poft
Präteritum ich pofte
Partizip II gepoft
Konjunktiv II ich pofte
Imperativ Singular pofe
Imperativ Singular pof
Imperativ Plural poft
Hilfsverb haben

Beispiele

Beispielsätze

  • Alter, nen Bett zum pofen würde mich jetzt derbe schicken!
  • Ich pofe jetzt ne Runde.
  • Du hast dich doch nur hochgepoft!
  • Erzähl mir doch nichts! Du hast wieder den ganzen Tag im Bett gepoft!
  • Wenn mein Mann Nachtdienst hatte, poft er die nächsten zwei Tage nur noch.
  • Das Neugeborene poft tief und fest.
  • Meine Frau versicherte mir am Telefon, dass unser Sohn jetzt jede Nacht ganz ruhig pofe.

Phonologie

Aussprache

Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ˈpoːfn̩

Ähnlich klingende Wörter

Reimwörter

Was sind Reimwörter?

Was reimt sich auf "pofen"?

Semantik

Assoziation

Nimmst du "pofen" eher als positiv oder negativ wahr?

Assoziative Bedeutungen

Antonyme

Was ist ein Antonym?

Hyponyme

Was ist ein Hyponym?

Synonyme

Was ist ein Synonym?
zeige alle Synonyme für pofen

Rhetorische Stilmittel

Isogramme (Wortspiel)

Was ist ein Isogramm?

"pofen" ist ein Isogramm.

Wortgruppen

Phrasenbildungen

Kategorien

User Feedback

Gefällt dir der Begriff?

TOPLISTE

Umfrage

Befragung zur Nutzung von "pofen" im persönlichen Sprachgebrauch.

Kommentare

  • Nr. 1 (ID 1540) von Horst Langenscheidt am 28.05.2009

    Sagt mal, ihr könnt doch poven nicht mit F schreiben?! Das wird sich so niemals durchsetzen!!

    antworten
  • Nr. 2 (ID 1541) von Ralle am 28.05.2009

    Denk mal drüber nach, Herr Langenscheidt...

    antworten
  • Nr. 3 (ID 1542) von Hugo hektisch am 28.05.2009

    Ich kann mich da Herrn Langenscheidt nur anschliessen. Wenn es sich bei dieser Website um ein Wörterbuch der Jetztsprache handeln soll, dann muss man es eigentlich poven heißen. Also das Substativ Pove kann man meines Wissens nur für Bett verwenden nicht aber für der Schlaf LG euer Hugo.

    antworten
  • Nr. 4 (ID 1543) von Ghetto Duden am 29.05.2009

    Guten Tag liebe Mitleser, eindeutig schreibt man "poven" mit Vogel-V und nicht mit F. Herr Langenscheidt und Herr Hektisch haben uneingeschränkt Recht. Weiter möchte ich anmerken, dass die Abkürzung "nen" für "einen" und die Abkürzung "n" für "ein" steht. Deshalb muss es logischerweise "n" Bett heißen. Ich hoffe der Eintrag wird geändert, womit die Qualität dieser Seite wieder ein wenig zunehmen würde und sie nicht im Rechtschreibschlamassel endet, wie es heutzutage in Foren die Regel ist. Nochmals: Ein poven mit F gibt es definitiv nicht und wird es nie in den Duden schaffen! Beste Grüße euer Herr Ghetto Duden!

    antworten
  • Nr. 5 (ID 1544) von Orthographie-Eddy am 29.05.2009

    Poven mit f?? Da fliegt mir der Kopf weg! Diese Schreibweise ist des Teufels, ich bitte um Korrektur.

    antworten
  • Nr. 6 (ID 1545) von zu Fall, Reiner am 30.05.2009

    Obacht! Bei diesem Wort handelt es sich um die altmodische Bezeichnung "pofen", die von Bauern verwendet wurde und teilweise heute noch im ländischen Sprachgebrauch zu hören ist. Dieses wird so gesprochen, wie "Ofen", nur eben mit einem P vorneweg. Wenn das ein Wörterbuch der Jetztsprache sein soll, muss der Eintrag also in "poven" abgeändert werden, bzw. sollte ein eigener Eintrag erstellt werden. Diese neue Konstruktion stammt nicht von "pofen" ab und wird auch anders ausgesprochen. "Poven" spricht man mit englischem "O", wie es z.B. in "stove" zu finden ist (bitte nicht wie das englische "oven" aussprechen). Zur Grammatik: "Poven" wird folgendermaßen konjugiert: Ich pove Du povest Er poved Wir poven Sie poven Ihr poved Demnach heißt es natürlich "Jemand der poved...". Beim Präteritum sieht es schon komplizierter aus, es heißt: "Ich povete", wobei das auf das "v" folgende "e" zum guten Stile der Orthographie gehört und NICHT gesprochen wird. Es handelt sich, wie im Englischen auch, nur um den Hinweis, dass das "o" eben wie oben beschrieben ausgesprochen werden muss. Hinweise dieser Art sind auch in der französischen Sprache zu finden: Folgt auf ein "g" ein "e", wird es als "sch" gesprochen, z.B. bei "Garage". Doch genug abgeschweift, kommen wir nun zu den anderen Zeitformen, die Aussprache müsste ja klar geworden sein. Perfekt: Ich habe gepoved. Auffallend hier das "d", das vom Englischen abgeschaut wurde, man muss eben mit der Zeit gehen. Plusquamperfekt: Ich hatte gepoved. Futur I: Ich werde poven. Futur II: Ich werde gepoved haben. Ein Substantiv gibt es von dieser Konstruktion nicht im Sinne von Schlaf. Wie Herr Hektisch schon erläuterte, ist es jedoch erlaubt von der "Pove", dem Bett, zu sprechen. Ich hoffe ich konnte die hier herrschenden Spannungen eindämmen und zum Sprachverständnis beitragen. Liebe Grüße.

    antworten
  • Nr. 7 (ID 1546) von jochen conrad am 10.04.2010

    Dieses wort wird vielleicht wieder von jugendlichen benutzt, ist jedoch ein uraltes jiddisches wort für schlafen.

    antworten
  • Nr. 8 (ID 1547) von Death Taylor am 06.09.2010

    So wie ich das sehe gibt es verschiedene Schreibformen für dieses Wort. Den wenn man mal im Masematte-Wörterbuch (alte Münsteraner Sprache der sozialen Unterschicht) schaut, wird dieses Wort wie folgt beschrieben: " poofe (Subst., Fem.) : Bett Herkunft: pofen (rotw.) = schlafen auch im Kompositum --> machullenpoofe Variante: pofe poofen (Vb.) : schlafen Herkunft: pofen (rotw.) = schlafen; vielleicht liegt buffare (ital., umgangssprachl.) = koitieren zu Grunde, vgl. Puff (umgangsprachl.) = Bordell Variante: pofen auch in Komposita --> machullenpoofbeis, --> poofkäfterken, --> poofkammer, --> poofklamotten "

    antworten
  • Nr. 9 (ID 1548) von anonym am 23.07.2017

    Eine speziellere Bedeutung für poven ist in Sachsen: zum übernachten in den Wald gehen (zumeist die schöne Sächsische Schweiz), verbunden mit einer Wanderung. Ein örtlicher Brsuch in Sachsen.

    antworten

Alphabetisch blättern

Wörter davor im Alphabet

Wörter danach im Alphabet