Was bedeutet Miete?
- [1] das zu zahlende Entgelt für die (zeitweilige) Nutzung beziehungsweise Überlassung bestimmter Einrichtungen (vor allem Wohnungen oder Ähnlichem), Gegenständen oder (veraltet) Dienstleistungen
- [2] ohne Plural: entgeltliche (zeitweilige) Nutzung beziehungsweise Überlassung des Gebrauchs einer Einrichtung, eines Gegenstandes oder (veraltet) einer Dienstleistung
Weitere Bedeutungen
Beispiele (2)
alle + ergänzen
Die Miete für diese Wohnung beträgt 750 Euro.
Etymologie
Die Etymologie erforscht den Ursprung und die historische Entwicklung von Wörtern.
Wortherkunft & Verweise
- [1, 2] Es handelt sich um ein seit dem 8. Jahrhundert(1)(2)(3) bezeugtes Erbwort, dessen althochdeutsche Form miata → goh(1)(2)(3)(4),Lohn, Geschenk"(2)(3) lautete, die in mittelhochdeutscher Zeit die Formen miete → gmh(1)(2)(3)(4) und miet → gmh(1)(2)(3)(4), beide ,Lohn, Belohnung, Vergeltung, Begabung, Beschenkung, Bestechung"(2)(3), ergaben (vergleiche altsächsisch mēda → osx(1)(2)(3), mittelniederdeutsch mēde → gml(1)(2)(3)). All diese Formen entstammen mit Verlust der Spirans(2)(3) (Schwund des -z-(1)) unter Ersatzdehnung(1)(2)(3) der (nicht belegten aber rekonstruierten) germanischen Form *mizdō f(1)(2)(3) ,Lohn, Bezahlung"(1). Die gleiche Entwicklung besteht in altenglischem mēd (1)(2)(3) (vergleiche veraltetes poetisches neuenglisches meed (1)(2)(3)(4)), während gotisches ????? (mizdo, mizdō) → got(1)(2)(3)(4) und altenglisches meord den erhaltenen oder in -r- übergegangenen alten stimmhaften Spirans vor stimmhaftem Konsonanten(2)(3) bewahren(1)(2)(3). Die altgermanische Form geht mit verwandten Formen(4) – wie altgriechischem μισθός (misthós) → grc m(1)(2)(3) ,Lohn, Sold, Miete, Belohnung, Tagelohn"(2)(3), altindischem … (miḍhá-) n(1) sowie … (miḍhám) ,Streit, Wettkampf, Gewinn, Lohn"(2)(3), altkirchenslawischem мьзда (mьzda, mĭzda) → cu(1)(2)(3) ,Lohn"(2)(3) (vergleiche veraltetes russisch мзда (mzda) (2)(3)(4) ,Lohn(2)(3)(4), Entgelt(2)(3)(4), Belohnung(2)(3)") – auf die (nicht belegte aber rekonstruierte) indoeuropäischen Formen *mizdʰo-(1)(2)(3), *mizdʰó-s(4) und *mizdʰā f(1)(2)(3) ,Bezahlung(1), Lohn(1)(2)(3)(4), Sold(2)(3)" (wobei die germanischen Feminina allerdings zum Teil in die Deklination der n-Stämme übergetreten sind(2)(3)) zurück. Diese indoeuropäischen Formen gehören vermutlich zu einem (erschlossenen) schwundstufigen s-Stamm *meios- ,Tausch" (siehe »Meineid«) und (erschlossenem) *dʰē- ,setzen" (siehe »tun«) und kann also als ,Tausch-Setzung" verstanden werden.(1)
- Persisch mozd (مزد), Lohn
- Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , Stichwort »Miete¹«, Seite 618.
- Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 7. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2004, ISBN 3-423-32511-9 , Stichwort »¹Miete«, Seite 870.
- Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort "Miete"
- Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2 , Stichwort »²Miete«, Seite 525.
Orthographie
Normgerechte Schreibung
Silben und Silbentrennung
- Anzahl der Silben: 2
- Silbentrennung: Mie | te, Plural: Mie | ten
Phonologie
Aussprache
Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ˈmiːtə
Reimwörter
Was reimt sich auf "Miete"?
Grammatik
Die Grammatik ist das Regelwerk, das beschreibt, wie eine Sprache aufgebaut ist und funktioniert.
Wortart
Genus
Femininum (weiblich, Artikel: die)
Numerus & Kasus
Deklination / Einzahl & Mehrzahl von "Miete":
| Nominativ Singular |
die Miete |
| Nominativ Plural |
die Mieten |
| Genitiv Singular |
der Miete |
| Genitiv Plural |
der Mieten |
| Dativ Singular |
der Miete |
| Dativ Plural |
den Mieten |
| Akkusativ Singular |
die Miete |
| Akkusativ Plural |
die Mieten |
Sprache
Wortschatz
Quantitative Linguistik
Die Quantitative Linguistik ist die Statistik der Sprachwissenschaft.
Grundwortschatz
"Miete" gehört
zum deutschen Grundwortschatz.
Länge nach Buchstaben
"Miete" umfasst 5 Buchstaben.
:
Buchstabenhäufigkeit
| E |
2-mal |
→ |
17,22% |
(sehr häufig) |
|
| I |
1-mal |
→ |
7,66% |
(mäßig häufig) |
|
| T |
1-mal |
→ |
6,03% |
(mäßig häufig) |
|
| M |
1-mal |
→ |
2,73% |
(gelegentlich) |
|
Konsonanten und Vokale
"Miete"
enthält 3 Vokale und 2 Konsonanten
Rang nach Worthäufigkeit
Der Eintrag "Miete" belegt Position 3374 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.
Beispiele
Beispielsätze
-
Wir zahlen monatlich 1200 Euro Miete.
-
Die Miete für diese Wohnung beträgt 750 Euro.
Semantik
Die Semantik befasst sich mit der Bedeutung von Wörtern und Sätzen.
Assoziation
Nimmst du "Miete" eher als positiv oder negativ wahr?
Assoziative Bedeutungen
Gedanken und Gefühle, die neben der Grundbedeutung geweckt werden:
Antonyme
Gegenteil von "Miete":
Homonyme
Wörter mit gleicher Schreibweise und anderer Bedeutung:
Hyperonyme
Oberbegriffe von "Miete":
Hyponyme
Unterbegriffe von "Miete":
Wort- & Buchstabenspiele
Wort- & Buchstabenspiele sind sprachliche Rätsel, bei denen mit einzelnen Buchstaben oder deren Anordnung gespielt wird. Lust auf unsere kniffligen Wortspiele?
Scrabble
- Buchstabenwert für "Miete": 7
- Die Berechnung basiert auf:
∑ aus M(3), I(1), 2 × E(1) = 2, T(1)
Insgesamt ergibt das 7 Punkte.
- Tipp: ❯ Wortfinder für Scrabble nutzen!
Wortprofile
Wortkarte
Wortgruppen
Phrasenbildungen
Wortlisten
"Miete" ist in folgenden Wortlisten zu finden:
Verwendung in anderen Quellen
Zitate
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Kommentare
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