Brille

• Kategorie: Archaismus

Orthographie

Normgerechte Schreibung

  • Brille

Silben und Silbentrennung

  • Anzahl der Silben: 2
  • Silbentrennung: Bril | le, Plural: Bril | len

Häufige Rechtschreibfehler

  • Brile

Etymologie

Bedeutung (Definition)

Was bedeutet "Brille"?

[1] vor den Augen getragenes Gestell mit Bügeln und zwei geschliffenen oder gefärbten als Sehhilfe oder dem Augenschutz dienenden Gläsern
[2] ringförmiger Sitz des Klosettbeckens; WC-Brille

Wortherkunft & Verweise

frühneuhochdeutsch b(e)rille, mittelhochdeutsch berille, barille, belegt seit dem 15. Jahrhundert. Das Wort geht über lateinisch bēryllus  auf griechisch βήρυλλος (béryllos) → grc "Beryll" zurück.(1)
Der Name "Brille" leitet sich vom spätmittelhochdeutschen Wort berille ab. Dieses stammte wiederum von Beryll. Man bediente sich um 1300 der Linsen geschliffener Halbedelsteine, meist Berylle genannte Bergkristalle(2)
  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , Stichwort: "Brille", Seite 171.
  2. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache "Brille"

Lehnwort

Was ist ein Lehnwort?
Brille ist ein Germanismus, der im Lettischen "brilles" heißt.

Sprache

Sprachgebrauch

Was bedeutet Sprachgebrauch?
  • Medizin

Quantitative Linguistik

Grundwortschatz

Was ist der Grundwortschatz?

"Brille" gehört zum deutschen Grundwortschatz.

Länge nach Buchstaben

"Brille" umfasst 6 Buchstaben.

Konsonanten und Vokale

"Brille"

enthält 2 Vokale und 4 Konsonanten

Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Begriff "Brille" wird gelegentlich im Sprachgebrauch verwendet.

Rang nach Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Eintrag "Brille" belegt Position 4789 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.

Grammatik

Wortart

Was ist eine Wortart?

Genus

Was ist Genus?
Femininum (weiblich, Artikel: die)

Numerus & Kasus

Was ist Numerus & Kasus?
Nominativ Singular die Brille
Nominativ Plural die Brillen
Genitiv Singular der Brille
Genitiv Plural der Brillen
Dativ Singular der Brille
Dativ Plural den Brillen
Akkusativ Singular die Brille
Akkusativ Plural die Brillen

Beispiele

Beispielsätze

  • Es ist nicht bekannt, wer die erste Brille herstellte.
  • Die älteste bekannte Darstellung einer Brille in Deutschland findet sich auf dem Wildunger Altar des Conrad von Soest von 1403 (Stadtkirche Bad Wildungen).
  • Und beim Pinkeln bitte die Brille hochklappen.

Phonologie

Aussprache

Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ˈbʁɪlə

Ähnlich klingende Wörter

Reimwörter

Was sind Reimwörter?

Was reimt sich auf "Brille"?

Semantik

Assoziation

Nimmst du "Brille" eher als positiv oder negativ wahr?

Assoziative Bedeutungen

Antonyme

Was ist ein Antonym?

Hyperonyme

Was ist ein Hyperonym?

Hyponyme

Was ist ein Hyponym?

Synonyme

Was ist ein Synonym?
zeige alle Synonyme für Brille

Rhetorische Stilmittel

Archaismus

Was ist ein Archaismus?

"Brille" gilt im heutigen Sprachgebrauch als veraltet.

Wortbildungen

Wortbildungsprodukte

Was sind Wortbildungsprodukte?

"Brille" am Anfang

"Brille" mittig

Wortgruppen

Phrasenbildungen

Kategorien

Verwendung in anderen Quellen

Redewendungen

  • alles durch die rosarote Brille sehen
  • alles durch die rosarote Brille sehen
  • etwas durch die rosarote Brille sehen
  • zeige alle Redewendungen

Wünsche

  • Festlicher Anzug, schickes Brautkleid, Blumenduft,
    Liebe liegt wahrlich in der Luft.
    Sollt die rosa-rote Brille nicht nur im Standesamt tragen,
    sondern euch treu sein und glücklich schätzen an allen Tagen.
  • Was sind schon ein paar graue Strähnchen mehr im Haar?
    Macht doch nichts, denn du bist in jedem Alter wunderbar!
    Auch wenn die Brille erneuert werden muss,
    ist noch lange nicht Schluss!
  • zeige alle Wünsche

Zitate

  • Schwer ist es, dem Schulmeister zu antworten, der im Leser versteckt hier und da ans Licht drängt. Die Brille blitzt, ein Zeigefinger droht, und ich muß das Lexikon wälzen und streiten, und zum Schluß haben wir beide recht – jeder von seinem Standpunkt, auf dem jeder unverrückbar stehenbleibt. Das ist der belehrende Nutzen der Korrespondenz.

    Kurt Tucholsky (1890 - 1935 (Freitod)

  • zeige alle Sprüche und Zitate

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