Was bedeutet wohnen?
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Wenn wir in Hamburg sind, wohnen wir bei unserem Onkel.
Etymologie
Die Etymologie erforscht den Ursprung und die historische Entwicklung von Wörtern.
Wortherkunft & Verweise
- mittelhochdeutsch wonen, althochdeutsch wonēn, westgermanisch *wun-æ- "wohnen", belegt seit dem 8. Jahrhundert(1)
- Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , Stichwort: "wohnen", Seite 995.
Orthographie
Normgerechte Schreibung
Silben und Silbentrennung
- Anzahl der Silben: 2
- Silbentrennung: woh | nen, Präteritum wohn | te, Partizip II ge | wohnt
Häufige Rechtschreibfehler
Phonologie
Aussprache
Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ˈvoːnən
Reimwörter
Was reimt sich auf "wohnen"?
Grammatik
Die Grammatik ist das Regelwerk, das beschreibt, wie eine Sprache aufgebaut ist und funktioniert.
Wortart
Flexion
Konjugation von "wohnen":
| Präsens |
ich wohne |
| Präsens |
du wohnst |
| Präsens |
er, sie, es wohnt |
| Präteritum |
ich wohnte |
| Partizip II |
gewohnt |
| Konjunktiv II |
ich wohnte |
| Imperativ Singular |
wohne |
| Imperativ Singular |
wohn |
| Imperativ Plural |
wohnt |
| Hilfsverb |
haben |
Quantitative Linguistik
Die Quantitative Linguistik ist die Statistik der Sprachwissenschaft.
Grundwortschatz
"wohnen" gehört
zum deutschen Grundwortschatz.
Länge nach Buchstaben
"wohnen" umfasst 6 Buchstaben.
:
Buchstabenhäufigkeit
| E |
1-mal |
→ |
17,22% |
(sehr häufig) |
|
| N |
2-mal |
→ |
10,04% |
(häufig) |
|
| H |
1-mal |
→ |
5,11% |
(mäßig häufig) |
|
| O |
1-mal |
→ |
2,41% |
(gelegentlich) |
|
| W |
1-mal |
→ |
1,83% |
(selten) |
|
Konsonanten und Vokale
"wohnen"
enthält 2 Vokale und 4 Konsonanten
Rang nach Worthäufigkeit
Der Eintrag "wohnen" belegt Position 1474 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.
Beispiele
Beispielsätze
-
Er wohnt in der Stadt und sein Bruder auf dem Land.
-
Wo wohnst du?
-
Mein Cousin wohnt nur fünf Minuten von der Universität entfernt.
-
Meine Schwester wohnt noch bei unseren Eltern, ich dagegen in einer WG.
-
Obwohl sie seit Jahren Tür an Tür wohnen, kennen sie sich gar nicht.
-
Im Urlaub wohnen wir in einem Hotel.
-
Das Ferienhaus, in dem wir gewohnt haben, war sehr schön.
-
Bis er eine neue Wohnung gefunden hat, wohnt er bei Freunden.
-
Wenn wir in Hamburg sind, wohnen wir bei unserem Onkel.
Semantik
Die Semantik befasst sich mit der Bedeutung von Wörtern und Sätzen.
Assoziation
Nimmst du "wohnen" eher als positiv oder negativ wahr?
Assoziative Bedeutungen
Gedanken und Gefühle, die neben der Grundbedeutung geweckt werden:
Wort- & Buchstabenspiele
Wort- & Buchstabenspiele sind sprachliche Rätsel, bei denen mit einzelnen Buchstaben oder deren Anordnung gespielt wird. Lust auf unsere kniffligen Wortspiele?
Scrabble
- Buchstabenwert für "wohnen": 10
- Die Berechnung basiert auf:
∑ aus W(3), O(2), H(2), 2 × N(1) = 2, E(1)
Insgesamt ergibt das 10 Punkte.
- Tipp: ❯ Wortfinder für Scrabble nutzen!
Wortprofile
Wortkarte
Wortgruppen
Phrasenbildungen
Wortlisten
"wohnen" ist in folgenden Wortlisten zu finden:
Verwendung in anderen Quellen
Zitate
- Du hast gerufen, geschrien, hast meine Taubheit aufgebrochen. Du hast geleuchtet wie ein Blitz über mir und hast meine Blindheit verjagt. Du hast Deinen Wohlgeruch ausgeströmt, ich habe ihn eingeatmet und wittere Dich. Geschmack habe ich an Dir gewonnen. Jetzt hungere und dürste ich. Du hast mich berührt und ich brenne vor Sehnsucht nach Deinem Frieden. Dort, in Deinem Frieden, werden wir wohnen und schauen, schauen und lieben, lieben und loben. Siehe, was im Ende sein wird ohne Ende…
Augustinus Aurelius
(354 - 430)
- Den Hunger nennt ihr Liebe, und wo ihr nichts mehr seht, da wohnen eure Götter.
Friedrich Hölderlin
(1770 - 1843)
- Freilich gibt es einsame Menschen, die glücklich und friedlich sind und den Strom des Lebens nicht entbehren. Sie wohnen nicht nur in Klöstern und auf einsamen Höfen, sie stehen oft mitten in der Welt und sind doch wie einsame Waldseen, in die keine Welle der Zeit fließt. Sie verarmen und versiegen nur dann nicht, wenn aus dem tiefsten Grunde ihres Seins der klare, unerschöpfliche Bronnen der Liebe Gottes und der Menschen quillt. Dieser Urquell füllt immer wieder aus, was am heißen Licht des Tages verdunstet. Wer die Quelle nicht hat, ist in der Einsamkeit verloren, sein Leben wird zum Sumpf; denn Luft und Erde sind stärker als das tiefste Wasser.
Paul Keller
(1873 - 1932)
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