Was bedeutet Vernunft?
Etymologie
Die Etymologie erforscht den Ursprung und die historische Entwicklung von Wörtern.
Wortherkunft & Verweise
- In alter Zeit gab es "fernumft" und "fernust", beide aus "ferniman" abgeleitet. Im Althochdeutschen ist die Form "vernunst" üblicher als "vernumft". Im Mittelhochdeutschen im 14. Jahrh. beginnt die Form "vernunft" sich auszubreiten, neben Varianten ("vornumst", "vornumpst", "vornuft"). In Glossarien findet man auch "vornust", "vornufft", "vornonft", "vernofft", "vernunfft", aber erst ab nhd. ausschließlich "vernunft".
Orthographie
Normgerechte Schreibung
Silben und Silbentrennung
- Anzahl der Silben: 2
- Silbentrennung: Ver | nunft, kein Plural
Phonologie
Aussprache
Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): fɛɐ̯ˈnʊnft
Reimwörter
Was reimt sich auf "Vernunft"?
Grammatik
Die Grammatik ist das Regelwerk, das beschreibt, wie eine Sprache aufgebaut ist und funktioniert.
Wortart
Genus
Femininum (weiblich, Artikel: die)
Numerus & Kasus
Deklination / Einzahl & Mehrzahl von "Vernunft":
| Nominativ Singular |
die Vernunft |
| Genitiv Singular |
der Vernunft |
| Dativ Singular |
der Vernunft |
| Akkusativ Singular |
die Vernunft |
Sprache
Wortschatz
Quantitative Linguistik
Die Quantitative Linguistik ist die Statistik der Sprachwissenschaft.
Grundwortschatz
"Vernunft" gehört
nicht
zum deutschen Grundwortschatz.
Länge nach Buchstaben
"Vernunft" umfasst 8 Buchstaben.
:
Buchstabenhäufigkeit
| E |
1-mal |
→ |
17,22% |
(sehr häufig) |
|
| N |
2-mal |
→ |
10,04% |
(häufig) |
|
| R |
1-mal |
→ |
7,01% |
(mäßig häufig) |
|
| T |
1-mal |
→ |
6,03% |
(mäßig häufig) |
|
| U |
1-mal |
→ |
4,03% |
(gelegentlich) |
|
| F |
1-mal |
→ |
1,58% |
(selten) |
|
| V |
1-mal |
→ |
0,98% |
(selten) |
|
Konsonanten und Vokale
"Vernunft"
enthält 2 Vokale und 6 Konsonanten
Rang nach Worthäufigkeit
Der Eintrag "Vernunft" belegt Position 6032 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.
Beispiele
Beispielsätze
-
Nur der Mensch ist zur Vernunft fähig.
-
Die Vernunft ist das oberste Erkenntnisvermögen, das den Verstand kontrolliert und diesem Grenzen setzt bzw. dessen Beschränkungen erkennt.
-
"Wo die moralische Verdächtigung zu herrschen beginnt, hat die Vernunft keine Chance.
-
Nimm doch Vernunft an!
Semantik
Die Semantik befasst sich mit der Bedeutung von Wörtern und Sätzen.
Assoziation
Nimmst du "Vernunft" eher als positiv oder negativ wahr?
Positive Assoziation
Der Begriff "Vernunft" wird schwach positiv bewertet.
Assoziative Bedeutungen
Gedanken und Gefühle, die neben der Grundbedeutung geweckt werden:
Antonyme
Gegenteil von "Vernunft":
Hyperonyme
Oberbegriffe von "Vernunft":
Hyponyme
Unterbegriffe von "Vernunft":
Wort- & Buchstabenspiele
Wort- & Buchstabenspiele sind sprachliche Rätsel, bei denen mit einzelnen Buchstaben oder deren Anordnung gespielt wird. Lust auf unsere kniffligen Wortspiele?
Scrabble
- Buchstabenwert für "Vernunft": 16
- Die Berechnung basiert auf:
∑ aus V(6), E(1), R(1), 2 × N(1) = 2, U(1), F(4), T(1)
Insgesamt ergibt das 16 Punkte.
- Tipp: ❯ Wortfinder für Scrabble nutzen!
Wortprofile
Wortkarte
Wortgruppen
Phrasenbildungen
Wortlisten
"Vernunft" ist in folgenden Wortlisten zu finden:
Verwendung in anderen Quellen
Zitate
- Phantasie ohne Vernunft führt zu Ungeheuerlichkeiten; vereint aber bringen sie wahre Kunst hervor und schaffen Wunder.
Francisco de Goya (1746 - 1828)
- Dreifach sind die Hindernisse der Anschauung des Wahren: der Leib mit allen Nebeln, die von ihm aufsteigen; das Gemüt mit all seinen Neigungen und Krankheiten, die Vernunft mit all ihren Verirrungen und ihrer Flügellahmheit.
Johann Michael Sailer
(1751 - 1832)
- Vernunft ist ohne Geistes-, ohne Herzensschönheit wie ein Treiber, den der Herr des Hauses über die Knechte gesetzt hat; der weiß so wenig, als die Knechte, was aus all' der unendlichen Arbeit werden soll [...].
Friedrich Hölderlin
(1770 - 1843)
- Die Jugend ist an Gehorsam zu gewöhnen, damit sie es leicht finde, der Vernunft zu gehorchen.
Pythagoras von Samos
(570 - 500 v. Chr.)
- Vernunft verbietet nicht die Sinnlichkeit.
Heinrich Heine
(1797 - 1856)
- Vernunft macht niemand fromm.
Christoph Lehmann
(1579 - 1639)
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