Was bedeutet anstecken?
[1] transitiv: etwas mit einer Nadel oder dergleichen befestigen; auf/an etwas stecken
[2] transitiv; speziell: einen Ring oder dergleichen auf den Finger ziehen
[3] transitiv; landschaftlich: den Stecker eines elektrischen Geräts oder dergleichen in die (für ihn vorgesehene) Buchse, Steckdose oder dergleichen stecken
[4] transitiv; landschaftlich, besonders nordostddeutsch, mittelostdeutsch, süddeutsch selten: (ein mit einer Flüssigkeit gefülltes Behältnis) durch Anstich öffnen
[5] transitiv; landschaftlich, besonders norddeutsch, mitteldeutsch: zum Brennen bringen; in zerstörerischer Absicht einen Brand verursachen
[6] transitiv: seine eigenen Krankheitserreger auf jemanden übertragen, sodass der- oder diejenige ebenfalls erkrankt; die eigene Krankheit an jemanden weitergeben
[7] reflexiv: von Krankheitserregern (durch den Kontakt mit einer kranken Person) befallen werden und dadurch ebenfalls erkranken
[8] transitiv; übertragen: bei jemandem ähnliche Reaktionen auslösen; leicht auf jemanden überwechseln
Beispiele (1) alle + ergänzen

Meine Oma hat sich sonntags immer eine Brosche angesteckt.

Etymologie

Die Etymologie erforscht den Ursprung und die historische Entwicklung von Wörtern.

Wortherkunft & Verweise

  • strukturell:
Ableitung eines Partikelverbs zum Verb stecken mit der Partikel (Derivatem) an
Es handelt sich um ein Erbwort, das auf die seit dem 11. Jahrhundert bezeugte althochdeutsche Form anasteckōn → goh zurückgeht, deren mittelhochdeutsche anestecken → gmh "anzünden; ein Fass öffnen", eigentlich aber wohl "Feuer daran stecken"(1) lautete (vergleiche mittelniederdeutsches ansticken → gml).(2) Seit dem 16. Jahrhundert(2)(1) ist es in den bildlichen Bedeutungen "(Krankheiten) zündstoffartig mitteilen",(2) "eine Krankheit übertragen",(1) "(sich) infizieren"(2) belegt.
  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 5., neu bearbeitete Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9 , Stichwort »anstecken«, Seite 122 mit Verweis auf das Stichwort »stecken, anstecken«, Seite 813.
  2. Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort "anstecken"

Orthographie

Normgerechte Schreibung

  • anstecken

Silben und Silbentrennung

  • Anzahl der Silben: 3
  • Silbentrennung: an | ste | cken, Präteritum steck | te an, Partizip II an | ge | steckt

Häufige Rechtschreibfehler

Was sind Rechtschreibfehler?
  • ansteken

Phonologie

Aussprache

Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ˈanˌʃtɛkn̩

Grammatik

Die Grammatik ist das Regelwerk, das beschreibt, wie eine Sprache aufgebaut ist und funktioniert.

Wortart

Was ist eine Wortart?

Flexion

Was ist Flexion?

Konjugation von "anstecken":

Präsens ich stecke an
Präsens du steckst an
Präsens er, sie, es steckt an
Präteritum ich steckte an
Partizip II angesteckt
Konjunktiv II ich steckte an
Imperativ Singular stecke an
Imperativ Singular steck an
Imperativ Plural steckt an
Hilfsverb haben

Sprache

Sprachgebrauch

Was bedeutet Sprachgebrauch?
  • landschaftlich
  • selten
  • umgangssprachlich

Wortschatz

Was bedeutet Wortschatz?

Quantitative Linguistik

Die Quantitative Linguistik ist die Statistik der Sprachwissenschaft.

Grundwortschatz

Was ist der Grundwortschatz?

"anstecken" gehört nicht zum deutschen Grundwortschatz.

Länge nach Buchstaben

"anstecken" umfasst 9 Buchstaben.

:

Buchstabenhäufigkeit

Was bedeutet Buchstabenhäufigkeit?
E 2-mal 17,22% (sehr häufig)
N 2-mal 10,04% (häufig)
S 1-mal 6,72% (mäßig häufig)
T 1-mal 6,03% (mäßig häufig)
A 1-mal 5,67% (mäßig häufig)
C 1-mal 3,42% (gelegentlich)
K 1-mal 1,45% (selten)

Konsonanten und Vokale

"anstecken"

enthält 3 Vokale und 6 Konsonanten

Worthäufigkeit

Was bedeutet Worthäufigkeit?

Der Begriff "anstecken" wird gelegentlich im Sprachgebrauch verwendet.

Rang nach Worthäufigkeit

Wie wird der Rang nach Worthäufigkeit ermittelt?

Der Eintrag "anstecken" belegt Position 8105 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.

Beispiele

Beispielsätze

  • Meine Oma hat sich sonntags immer eine Brosche angesteckt.

Semantik

Die Semantik befasst sich mit der Bedeutung von Wörtern und Sätzen.

Assoziation

Nimmst du "anstecken" eher als positiv oder negativ wahr?

Assoziative Bedeutungen

Gedanken und Gefühle, die neben der Grundbedeutung geweckt werden:

Antonyme

Was ist ein Antonym?

Gegenteil von "anstecken":

Hyperonyme

Was ist ein Hyperonym?

Oberbegriffe von "anstecken":

Wort- & Buchstabenspiele

Wort- & Buchstabenspiele sind sprachliche Rätsel, bei denen mit einzelnen Buchstaben oder deren Anordnung gespielt wird. Lust auf unsere kniffligen Wortspiele?

Scrabble

Was ist Scrabble?
  • Buchstabenwert für "anstecken": 15
    • Die Berechnung basiert auf:
      ∑ aus A(1), 2 × N(1) = 2, S(1), T(1), 2 × E(1) = 2, C(4), K(4)
      Insgesamt ergibt das 15 Punkte.
  • Tipp: Wortfinder für Scrabble nutzen!

Wortprofile

Wortkarte

Was ist eine Wortkarte?

Wortgruppen

Phrasenbildungen

Wortlisten

"anstecken" ist in folgenden Wortlisten zu finden:

Verwendung in anderen Quellen

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verifizierter Eintrag (SM, 07/2024