Was bedeutet Feuer?
Etymologie
Die Etymologie erforscht den Ursprung und die historische Entwicklung von Wörtern.
Wortherkunft & Verweise
- mittelhochdeutsch viur, vi(u)wer, althochdeutsch fiur, westgermanisch *fewur, indogermanisch *pehwr/phwnos "Feuer", belegt seit dem 8. Jahrhundert. Verwandte Formen sind das protogermanische *fōr, das westfriesische fjoer und das niederländische vuur . Genau wie das hethitische paḫḫur → hit, das umbrische pir und das griechische πῦρ (pỹr) → grc stammen all diese Formen vom indogermanischen *pehwr (Feuer) ab.(1)
- Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , Stichwort: "Feuer", Seite 289 f.
Orthographie
Normgerechte Schreibung
Silben und Silbentrennung
- Anzahl der Silben: 2
- Silbentrennung: Feu | er, Plural: Feu | er
Phonologie
Aussprache
Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ˈfɔɪ̯ɐ
Reimwörter
Was reimt sich auf "Feuer"?
Grammatik
Die Grammatik ist das Regelwerk, das beschreibt, wie eine Sprache aufgebaut ist und funktioniert.
Wortart
Genus
Neutrum (sächlich, Artikel: das)
Numerus & Kasus
Deklination / Einzahl & Mehrzahl von "Feuer":
| Nominativ Singular |
das Feuer |
| Nominativ Plural |
die Feuer |
| Genitiv Singular |
des Feuers |
| Genitiv Plural |
der Feuer |
| Dativ Singular |
dem Feuer |
| Dativ Plural |
den Feuern |
| Akkusativ Singular |
das Feuer |
| Akkusativ Plural |
die Feuer |
Sprache
Sprachgebrauch
Quantitative Linguistik
Die Quantitative Linguistik ist die Statistik der Sprachwissenschaft.
Grundwortschatz
"Feuer" gehört
zum deutschen Grundwortschatz.
Länge nach Buchstaben
"Feuer" umfasst 5 Buchstaben.
:
Buchstabenhäufigkeit
| E |
2-mal |
→ |
17,22% |
(sehr häufig) |
|
| R |
1-mal |
→ |
7,01% |
(mäßig häufig) |
|
| U |
1-mal |
→ |
4,03% |
(gelegentlich) |
|
| F |
1-mal |
→ |
1,58% |
(selten) |
|
Konsonanten und Vokale
"Feuer"
enthält 3 Vokale und 2 Konsonanten
Rang nach Worthäufigkeit
Der Eintrag "Feuer" belegt Position 1773 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.
Beispiele
Beispielsätze
-
Hast du mal Feuer?
-
Ich mach' schon mal Feuer.
-
Hast du <Feuerlöscher Ihrer Wahl> im Haus / Bricht bei dir kein Feuer aus
-
Sie warteten, bis der Feind das Feuer eröffnete.
-
An der Hafeneinfahrt stehen zwei Feuer.
-
Dieser Brillant hat ein ganz besonderes Feuer.
-
Das anfängliche Feuer war schnell verraucht.
Semantik
Die Semantik befasst sich mit der Bedeutung von Wörtern und Sätzen.
Assoziation
Nimmst du "Feuer" eher als positiv oder negativ wahr?
Negative Assoziation
Der Begriff "Feuer" wird schwach negativ bewertet.
Assoziative Bedeutungen
Gedanken und Gefühle, die neben der Grundbedeutung geweckt werden:
Hyperonyme
Oberbegriffe von "Feuer":
Hyponyme
Unterbegriffe von "Feuer":
Rhetorische Stilmittel
Rhetorische Mittel sind sprachliche Techniken, die einen Text überzeugender, lebendiger oder eindrucksvoller machen.
Diminutiv
Verkleinerungsform von "Feuer":
Wort- & Buchstabenspiele
Wort- & Buchstabenspiele sind sprachliche Rätsel, bei denen mit einzelnen Buchstaben oder deren Anordnung gespielt wird. Lust auf unsere kniffligen Wortspiele?
Scrabble
- Buchstabenwert für "Feuer": 8
- Die Berechnung basiert auf:
∑ aus F(4), 2 × E(1) = 2, U(1), R(1)
Insgesamt ergibt das 8 Punkte.
- Tipp: ❯ Wortfinder für Scrabble nutzen!
Wortprofile
Wortkarte
Wortgruppen
Phrasenbildungen
Wortlisten
"Feuer" ist in folgenden Wortlisten zu finden:
Verwendung in anderen Quellen
Redewendungen
- Feuer fangen
- Feuer und Flamme sein
- für jemanden die Hand ins Feuer legen
- wo Rauch ist, ist auch Feuer
- Öl ins Feuer gießen
- zeige alle ❯ Redewendungen
Sprichwörter
- Feuer im Herzen schickt den Rauch in den Verstand.
- Auf fremden Arsch ist gut durch Feuer reiten.
- Feuer und Wasser sind zwei gute Diener, aber schlimme Herren.
- zeige alle ❯ Sprichwörter
Zitate
- Feuer der Liebe glüht in aller Tugenden Namen und Feuer des Zorns.
Friedrich Nietzsche
(1844 - 1900)
- Das gibt dem Golde die Farbe der Sonne, daß man ins Feuer es wirft!
Friedrich Hölderlin
(1770 - 1843)
- Das Genie braucht in seinem Schaffen nicht die Regeln eines strengen Systems immer oder überhaupt nur im Auge zu haben, denn es trägt diese Regel in sich, so sehr, daß wir hinterher aus im Feuer der Schaffenslust, scheinbar regellos, entstandenen Werken den ganzen Kanon der Ästhetik abstrahieren können.
Friedrich Spielhagen
(1829 - 1911)
- zeige alle ❯ Zitate
User Feedback
Umfrage
Befragung zur Nutzung von "Feuer" im persönlichen Sprachgebrauch.
Kommentare
Zu "Feuer" sind noch keine Kommentare vorhanden. Eröffne den Gedankenaustausch!💥