Gefahr

Orthographie

Normgerechte Schreibung

  • Gefahr

Silben und Silbentrennung

  • Anzahl der Silben: 2
  • Silbentrennung: Ge | fahr, Plural: Ge | fah | ren

Etymologie

Bedeutung (Definition)

Was bedeutet "Gefahr"?

[1] die Möglichkeit, dass Schaden oder eine Verletzung entsteht

Wortherkunft

Dem heutigen Substantiv Gefahr ist das mittelhochdeutsche gevāre → gmh "Hinterlist, Betrug" vorausgegangen.(1)(2) Bei dieser seit dem 15. Jahrhundert bezeugten Form(2) handelt es sich um eine verstärkende Präfixbildung zum althochdeutschen fāra → goh "Hinterhalt, Nachstellung, Hinterlist" aus dem 9. Jahrhundert sowie zum mittelhochdeutschen vāre → gmh "Nachstellung, Hinterlist, Falschheit, Betrug, Gefahr, Furcht"(1). Hierher gehören außerdem das bis ins 18. Jahrhundert vorkommende neuhochdeutsche Fahr, das altsächsische fār → gem, fāra → gem "Aufruhr, Nachstellung", das mittelniederdeutsche vāre → gml, das mittelniederländische vāre → dum, vaer → dum, das altenglische fǣr , das englische fear  "Furcht" und schließlich das altnordische fār → non "Feindschaft, Gefahr, Schaden".(1) All diese Formen sind vermutlich gemeinsam mit dem altgriechischen Substantiv πεῖρα (pé͞ira) → grc "Erfahrung, Versuch", dem altgriechischen Verb πειρᾶν (peirā́n) → grc "versuchen", dem lateinischen Verb experīrī  "prüfen, versuchen" und dem lateinischen Substantiv perīculum  "Gefahr, Probe, Prozess, Versuch’ auf die indoeuropäische Wurzel *per- → ine in der Bedeutung "Gefahr, probieren, riskieren, versuchen" zurückzuführen.(1) Die heutige Bedeutung "drohendes Unheil" dürfte ausgehend von einer Ursprungsbedeutung "hinterlistiger Versuch" über "Nachstellung" entstanden sein.(1)
  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9 , "Gefahr", Seite 408.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , "Gefahr", Seite 337.

Quantitative Linguistik

Grundwortschatz

Was ist der Grundwortschatz?

"Gefahr" gehört zum deutschen Grundwortschatz.

Wortlänge nach Buchstaben

"Gefahr" umfasst 6 Buchstaben.

Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Begriff "Gefahr" wird oft im Sprachgebrauch verwendet.

Rang nach Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Begriff "Gefahr" belegt Position 862 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.

Grammatik

Wortart

Was ist eine Wortart?

Genus

Was ist Genus?
Femininum (weiblich, Artikel: die)

Numerus & Kasus

Was ist Numerus & Kasus?
Nominativ Singular die Gefahr
Nominativ Plural die Gefahren
Genitiv Singular der Gefahr
Genitiv Plural der Gefahren
Dativ Singular der Gefahr
Dativ Plural den Gefahren
Akkusativ Singular die Gefahr
Akkusativ Plural die Gefahren

Beispiele

Beispielsätze

  • Viele fürchten die Gefahr der Atomkraftwerke.
  • Die größte Gefahr im Leben ist, daß man zu vorsichtig wird. (Alfred Adler)

Phonologie

Aussprache

Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ɡəˈfaːɐ̯

Ähnlich klingende Wörter

Reimwörter

Was sind Reimwörter?

Was reimt sich auf "Gefahr"?

Semantik

Assoziation

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Negative Assoziation

Der Begriff "Gefahr" wird sehr stark negativ bewertet.

Assoziative Bedeutungen

Antonyme

Was ist ein Antonym?

Hyperonyme

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Hyponyme

Was ist ein Hyponym?

Synonyme

Was ist ein Synonym?
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Rhetorische Stilmittel

Isogramme (Wortspiel)

Was ist ein Isogramm?

"Gefahr" ist ein Isogramm.

Wortbildungen

Wortbildungsprodukte

Was sind Wortbildungsprodukte?

"Gefahr" am Anfang

"Gefahr" am Ende

Wortgruppen

Phrasenbildungen

Kategorien

Verwendung in anderen Quellen

Redewendungen

  • Gefahr laufen
  • auf eigene Gefahr
  • der Gefahr ins Auge sehen
  • zeige alle Redewendungen

Sprichwörter

  • In Gefahr und höchster/größter Not ist/bringt der Mittelweg der Tod.
  • Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.
  • zeige alle Sprichwörter

Zitate

  • Ich werde die Wahrheit sagen, ob sie mir auch mit Waffen und dem Tod drohen, denn du weißt: Ohne Gefahr geschieht keine große und denkwürdige Tat.

    Ulrich von Hutten (1488 - 1523)

  • Ihr nennt mich einen Feigling, wenn ich so vernünftig bin, eine Herausforderung abzulehnen. Welchen Begriff habt ihr denn von der Feigheit? Wenn das Vermeiden unnützer Gefahr Feigheit heißt, dann gibt es wohl keinen Mutigen auf der Welt.

    Claude Tillier (1801 - 1844)

  • zeige alle Sprüche und Zitate

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