gelten

Orthographie

Normgerechte Schreibung

  • gelten

Silben und Silbentrennung

  • Anzahl der Silben: 2
  • Silbentrennung: gel | ten, Präteritum galt, Partizip II ge | gol | ten

Häufige Rechtschreibfehler

  • gelden

Etymologie

Bedeutung (Definition)

[1] intransitiv: gültig, verbindlich sein
[2] intransitiv: wert sein, einen bestimmten Wert haben
[3] mit „als“ oder „für“: einen bestimmten Ruf haben, angesehen werden als
[4] mit Dativ-Objekt: für jemanden/ etwas bestimmt sein, auf jemanden/ etwas gerichtet sein
[5] in der Wendung „es gilt (etwas)“: es kommt auf etwas an
[6] in der Wendung „gelten lassen“: zulassen, dulden, als gültig betrachten

Wortherkunft

mittelhochdeutsch gelten, althochdeutsch geltan, germanisch *geld-a- "entgelten". Das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt.(1) (Das Wort hat ein breites Bedeutungsspektrum (siehe unter den Referenzen im Deutschen Wörterbuch (Grimm) und im Deutschen Rechtswörterbuch).)
  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , Stichwort: "gelten", Seite 343.

Quantitative Linguistik

Grundwortschatz

Was ist der Grundwortschatz?

"gelten" gehört zum deutschen Grundwortschatz.

Wortlänge nach Buchstaben

"gelten" umfasst 6 Buchstaben.

Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Begriff "gelten" wird oft im Sprachgebrauch verwendet.

Rang nach Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Begriff "gelten" belegt Position 216 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.

Grammatik

Wortart

Was ist eine Wortart?

Flexion

Was ist Flexion?
Präsens ich gelte
Präsens du giltst
Präsens er, sie, es gilt
Präteritum ich galt
Partizip II gegolten
Konjunktiv II ich gälte
Konjunktiv II ich gölte
Imperativ Singular gilt
Imperativ Plural geltet
Hilfsverb haben

Beispiele

Beispielsätze

  • Wenn jemand versucht, seine kargen Hartz-4-Leistungen durch kleine Jobs ein wenig aufzubessern, dann gilt dem meine ganze Unterstützung.
  • Beim Fußball gelten andere Regeln als beim Handball.
  • Zöllner: "Ihr Reisepass ist abgelaufen. Er gilt nicht mehr."
  • Das ist unfair, das gilt nicht! (kindersprachlich oft: "das gildet nicht"; oder auch: "das giltet nicht")
  • Topp, die Wette gilt!
  • Bube, Dame und König gelten jeweils zehn Punkte.
  • Sein Wort gilt nicht besonders viel, weil er schon viele Versprechen nicht gehalten hat.
  • Die Wette gilt zehn Euro.
  • Peter gilt als guter Weinkenner.
  • Diese Krankheit galt lange als unheilbar, aber in den letzten Jahren hat die Medizin große Fortschritte gemacht.
  • Hörst Du nicht? Da ruft jemand, das gilt dir!
  • Warum gilt Deine besondere Aufmerksamkeit eigentlich immer anderen Frauen, aber nie mir?
  • Jetzt gilt es, Zeit zu gewinnen.
  • Abseits werf ich meinen Filz und, damit ich Luft mir schaffe, auch den Mantel; denn nun gilt's! (aus der Übersetzung des "Cyrano von Bergerac" von Edmond Rostand)
  • Das will ich ausnahmsweise mal gelten lassen.

Phonologie

Aussprache

Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ˈɡɛltn̩

Ähnlich klingende Wörter

Reimwörter

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Semantik

Assoziation

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Antonyme

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Wortbildungen

Wortbildungsprodukte

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"gelten" am Anfang

Wortgruppen

Phrasenbildungen

Kategorien

Verwendung in anderen Quellen

Sprichwörter

  • Wo kein Meister ist, da gelten die Stümper.
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Zitate

  • ›Einen gelten lassen‹ und ›an einen glauben‹ sind – Begriffe getrennter Sphären.

    Hugo von Hofmannsthal (1874 - 1929)

  • Jede Art von ästhetischer Weltanschauung ist mit Egoismus nahe verwandt, wenn er nicht geradezu als eine ihrer Quellen gelten darf; und auf die Wirklichkeit angewandt, kann eine rein ästhetische Betrachtung leicht wie Schurkerei erscheinen. Wenn wir uns beispielsweise sorgfältig in acht nehmen, dem bunten Schmetterling etwas zuleide zu tun und im nächsten Augenblick den uns widerlichen Wurm achtlos oder gar absichtlich mit unserem Fuß zertreten; – was haben wir denn anderes getan, als den Wurm mit dem Tod zu bestrafen, weil er vor unserem Schönheitssinn nicht so gut bestand wie der Falter, der unser Aug’ entzückt hat?

    Arthur Schnitzler (1862 - 1931)

  • Wenn wir aber mit festem Willen die Kräfte und Werte bejahen, die auf den Höhepunkten unseres inneren Lebens als unser höchstes Gut, ja als unser eigentliches Selbst ausstrahlen, wenn wir den Ernst und den Mut haben, sie als das Wichtigste gelten zu lassen und nach ihnen das Leben einzurichten, so werden wir Gottes gewiß werden.

    Adolf von Harnack (1851 - 1930)

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