Was bedeutet Neid?
- [1] der intensive negative Gefühlszustand von Menschen, wenn sie den Besitz, Erfolg, den körperlichen Vorzug oder das Glück eines anderen beobachten können, das sie nicht haben, aber ihm missgönnen.
Beispiele (2)
alle + ergänzen
Ihr Neid ließ sie wünschen, dass jemand ihrer Klassenkameradin einmal einen Schuss Säure in ihre hübsche Larve schütten möge.
Etymologie
Die Etymologie erforscht den Ursprung und die historische Entwicklung von Wörtern.
Wortherkunft & Verweise
- mittelhochdeutsch nīt, althochdeutsch nīd(h), germanisch *neiþa- "Neid, Groll", belegt seit dem 8. Jahrhundert(1)
- Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , Stichwort: "Neid", Seite 648.
Orthographie
Normgerechte Schreibung
Silben und Silbentrennung
- Anzahl der Silben: 1
- Silbentrennung: "Neid" ist nicht trennbar, kein Plural
Häufige Rechtschreibfehler
Phonologie
Aussprache
Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): naɪ̯t
Reimwörter
Was reimt sich auf "Neid"?
Grammatik
Die Grammatik ist das Regelwerk, das beschreibt, wie eine Sprache aufgebaut ist und funktioniert.
Wortart
Genus
Maskulinum (männlich, Artikel: der)
Numerus & Kasus
Deklination / Einzahl & Mehrzahl von "Neid":
| Nominativ Singular |
der Neid |
| Genitiv Singular |
des Neides |
| Genitiv Singular |
des Neids |
| Dativ Singular |
dem Neid |
| Dativ Singular |
dem Neide |
| Akkusativ Singular |
den Neid |
Sprache
Wortschatz
Quantitative Linguistik
Die Quantitative Linguistik ist die Statistik der Sprachwissenschaft.
Grundwortschatz
"Neid" gehört
nicht
zum deutschen Grundwortschatz.
Länge nach Buchstaben
"Neid" umfasst 4 Buchstaben.
:
Buchstabenhäufigkeit
| E |
1-mal |
→ |
17,22% |
(sehr häufig) |
|
| N |
1-mal |
→ |
10,04% |
(häufig) |
|
| I |
1-mal |
→ |
7,66% |
(mäßig häufig) |
|
| D |
1-mal |
→ |
4,81% |
(gelegentlich) |
|
Konsonanten und Vokale
"Neid"
enthält 2 Vokale und 2 Konsonanten
Rang nach Worthäufigkeit
Der Eintrag "Neid" belegt Position 8530 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.
Beispiele
Beispielsätze
-
Sein verhohlener Neid machte ihn zu einem unausstehlichen und tückischen Zeitgenossen.
-
Ihr Neid ließ sie wünschen, dass jemand ihrer Klassenkameradin einmal einen Schuss Säure in ihre hübsche Larve schütten möge.
Semantik
Die Semantik befasst sich mit der Bedeutung von Wörtern und Sätzen.
Assoziation
Nimmst du "Neid" eher als positiv oder negativ wahr?
Negative Assoziation
Der Begriff "Neid" wird überwiegend negativ bewertet.
Assoziative Bedeutungen
Gedanken und Gefühle, die neben der Grundbedeutung geweckt werden:
Antonyme
Gegenteil von "Neid":
Hyperonyme
Oberbegriffe von "Neid":
Hyponyme
Unterbegriffe von "Neid":
Wort- & Buchstabenspiele
Wort- & Buchstabenspiele sind sprachliche Rätsel, bei denen mit einzelnen Buchstaben oder deren Anordnung gespielt wird. Lust auf unsere kniffligen Wortspiele?
Scrabble
- Buchstabenwert für "Neid": 4
- Die Berechnung basiert auf:
∑ aus N(1), E(1), I(1), D(1)
Insgesamt ergibt das 4 Punkte.
- Tipp: ❯ Wortfinder für Scrabble nutzen!
Anagramme
Aus den Buchstaben von "Neid" lassen sich diese Wörter bilden:
Isogramme
"Neid" ist ein Isogramm. Jeder Buchstabe kommt darin nur einmal vor.
Wortprofile
Wortkarte
Wortgruppen
Phrasenbildungen
Wortlisten
"Neid" ist in folgenden Wortlisten zu finden:
Verwendung in anderen Quellen
Sprichwörter
- Neid ist die ehrlichste Form der Anerkennung.
- Neid und Missgunst sind die höchsten Formen der Anerkennung.
- zeige alle ❯ Sprichwörter
Zitate
- Neid ist ein Eingeständnis der Minderwertigkeit.
Victor Hugo
(1802 - 1885)
- Der Mensch ist zu vielem fähig, um Liebe zu erringen, er ist zu allem fähig, um Neid zu erwecken.
Mark Twain
(1835 - 1910)
- Und oft will man mit der Liebe nur den Neid überspringen.
Friedrich Nietzsche
(1844 - 1900)
- Neid schadet am meisten dem, der ihn hegt, anderen gar wenig. Gleich wie der Rost das Eisen frißt, so frißt der Neid den Neider.
Basilius der Große
(330 - 379)
- Ich weiß recht gut, ich bin vielen ein Dorn im Auge, sie wären mich alle sehr gern los; und da man nun an meinem Talent nicht rühren kann, so will man an meinen Charakter. Bald soll ich stolz sein, bald egoistisch, bald voller Neid gegen junge Talente, bald in Sinnenlust versunken, bald ohne Christentum, und nun endlich gar ohne Liebe zu meinem Vaterlande und meinen lieben Deutschen. Sie kennen mich nun seit Jahren hinlänglich und fühlen, was an all dem Gerede ist. Wollen Sie aber wissen, was ich gelitten habe, so lesen sie meine Xenien, und es wird Ihnen aus meinen Gegenwirkungen klarwerden, womit man mir abwechselnd das Leben zu verbittern gesucht hat.
Johann Wolfgang von Goethe
(1749 - 1832)
- zeige alle ❯ Zitate
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