Was bedeutet reif?
[1] so, dass man es essen oder verwerten kann
[2] metaphorisch: von Personen, die die Kindheit/Jugend hinter sich haben, das Alter betreffend: erwachsen, fortgeschritten, erfahren
[3] übertragen: nach einem längeren Zeitraum so weit entwickelt, dass etwas Bestimmtes nun eintreten kann
Beispiele (4) alle + ergänzen

Schon wieder zu spät? Jetzt bist du reif für eine Abmahnung.

Etymologie

Die Etymologie erforscht den Ursprung und die historische Entwicklung von Wörtern.

Wortherkunft & Verweise

Das Adjektiv reif im Sinne von: im Wachstum voll entwickelt und daher geeignet zur Ernte, erwachsen, erfahren, seelisch ausgeglichen, genügend vorbereitet, ›gehört zum Standardwortschatz‹(1), mittelhochdeutsch rīf → gmh(1)(2) und rīfe → gmh(1)(2)(3), althochdeutsch rīf → goh(1), und rīfi → goh, (8. Jahrhundert), ursprünglich in der Bedeutung: »etwas, was abgepflückt, geerntet werden kann,«(3) altsächsisch rīp → osx(2), und rīpi → osx(1)(2), mittelniederdeutsch rīpe → gml, mittelniederländisch rīpe → dum, altenglisch rīpe , englisch ripe , niederländisch rijp , ›westgermanisch *reipja- - reif,(1) gehört wohl zu einem in altenglisch rīpan  - mähen, ernten, ›westgermanisch *reip-a-,(1) vorliegenden starken Verb, wozu auch englisch (schwach flektierend) to reap  - mähen, ernten zu zählen wäre; vergleiche auch altenglisch rīp  - Ernte, riftre  und riftere  - Schnitter, reopa  - Garbe. Das Adjektiv bedeutet also eigentlich was geerntet werden kann. Es gibt ›keine sichere außergermanische Vergleichsmöglichkeit.‹(1) Man kann vielleicht die unter Riffel (siehe dort) genannten Formen heranziehen und an eine Labialerweiterung indogermanisch *reib- der unter Rain (siehe dort) angegebenen Wurzel indogermanisch *rei- - ritzen, reißen, schneiden anknüpfen, ›das erweitert vorliegt in altnordisch rifa → non - zerreißen, altfriesisch rīva → ofs - reißen, griechisch ερείπō (ereípō)  - ich reiße nieder(1). Ursprünglich auf Ähren und Früchte bezogen, die so weit sind, dass sie geschnitten oder eingesammelt werden können, wird reif dann auf alles übertragen, was zum Abschluss einer Entwicklung gelangt ist.(1)(2)
  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, DNB 1012311937 , Seite 755, unter: "reif"
  2. Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort "reif"
  3. Duden online "reif"

Orthographie

Normgerechte Schreibung

  • reif

Silben und Silbentrennung

  • Anzahl der Silben: 1
  • Silbentrennung: "reif" ist nicht trennbar, Komparativ rei | fer, Superlativ am reifs | ten

Phonologie

Aussprache

Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ʁaɪ̯f

Reimwörter

Was sind Reimwörter?

Was reimt sich auf "reif"?

Grammatik

Die Grammatik ist das Regelwerk, das beschreibt, wie eine Sprache aufgebaut ist und funktioniert.

Wortart

Was ist eine Wortart?

Komparation

Was ist Komparation?

Steigerung von "reif":

Positiv reif
Komparativ reifer
Superlativ am reifsten

Quantitative Linguistik

Die Quantitative Linguistik ist die Statistik der Sprachwissenschaft.

Grundwortschatz

Was ist der Grundwortschatz?

"reif" gehört nicht zum deutschen Grundwortschatz.

Länge nach Buchstaben

"reif" umfasst 4 Buchstaben.

:

Buchstabenhäufigkeit

Was bedeutet Buchstabenhäufigkeit?
E 1-mal 17,22% (sehr häufig)
I 1-mal 7,66% (mäßig häufig)
R 1-mal 7,01% (mäßig häufig)
F 1-mal 1,58% (selten)

Konsonanten und Vokale

"reif"

enthält 2 Vokale und 2 Konsonanten

Worthäufigkeit

Was bedeutet Worthäufigkeit?

Der Begriff "reif" wird gelegentlich im Sprachgebrauch verwendet.

Rang nach Worthäufigkeit

Wie wird der Rang nach Worthäufigkeit ermittelt?

Der Eintrag "reif" belegt Position 5500 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.

Beispiele

Beispielsätze

  • Morgen können wir die Kirschen ernten, denn sie sind nun reif.
  • Die reifen Kirschen sind schön rot und süß.
  • Ich denke, er ist jetzt reif für seinen ersten Alleinflug.
  • Schon wieder zu spät? Jetzt bist du reif für eine Abmahnung.

Semantik

Die Semantik befasst sich mit der Bedeutung von Wörtern und Sätzen.

Assoziation

Nimmst du "reif" eher als positiv oder negativ wahr?

Positive Assoziation

Der Begriff "reif" wird schwach positiv bewertet.

Assoziative Bedeutungen

Gedanken und Gefühle, die neben der Grundbedeutung geweckt werden:

Antonyme

Was ist ein Antonym?

Gegenteil von "reif":

Wort- & Buchstabenspiele

Wort- & Buchstabenspiele sind sprachliche Rätsel, bei denen mit einzelnen Buchstaben oder deren Anordnung gespielt wird. Lust auf unsere kniffligen Wortspiele?

Scrabble

Was ist Scrabble?
  • Buchstabenwert für "reif": 7
    • Die Berechnung basiert auf:
      ∑ aus R(1), E(1), I(1), F(4)
      Insgesamt ergibt das 7 Punkte.
  • Tipp: Wortfinder für Scrabble nutzen!

Anagramme

Was ist ein Anagramm?

Aus den Buchstaben von "reif" lassen sich diese Wörter bilden:

Isogramme

Was ist ein Isogramm?

"reif" ist ein Isogramm. Jeder Buchstabe kommt darin nur einmal vor.

Wortprofile

Wortkarte

Was ist eine Wortkarte?

Wortgruppen

Phrasenbildungen

Wortlisten

"reif" ist in folgenden Wortlisten zu finden:

Verwendung in anderen Quellen

Redewendungen

  • einen Reif anstecken
  • einen Reif ausstecken
  • zeige alle Redewendungen

Wünsche

  • Hübsch bist du, mutig und klug,
    erinnerst du dich noch, wie Mama dich in ihren Armen trug?
    Bist so reif und erwachsen schon,
    ich gratuliere dir zum Herzen mein wunderbarer Sohn!
  • zeige alle Wünsche

Zitate

  • Reif sein, heißt, jenseits der Wünsche leben. Die Jugend aber muß wünschen und durch die Enttäuschungen schreiten, wenn sie jemals zur Reife gelangen will.

    Otto von Leixner (1847 - 1907)

  • Nur wenn sie reif ist, fällt des Schicksals Frucht!

    Friedrich von Schiller (1759 - 1805)

  • Überhaupt soll man alles erst reif werden lassen, ehe man damit etwas vornimmt.

    François Rabelais (1494 - 1553)

  • Wenn ein Wissen reif ist, Wissenschaft zu werden, so muß notwendig eine Krise entstehen; denn es wird die Differenz offenbar zwischen denen, die das Einzelne trennen und getrennt darstellen, und solchen, die das Allgemeine im Auge haben und gern das Besondere an- und einfügen möchten.

    Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

  • zeige alle Zitate

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