Opfer

Orthographie

Normgerechte Schreibung

  • Opfer

Silben und Silbentrennung

  • Anzahl der Silben: 2
  • Silbentrennung: Op | fer, Plural: Op | fer

Etymologie

Bedeutung (Definition)

Was bedeutet "Opfer"?

Hauptbedeutung

[1] meist rituelle Gabe an einen Gott
[2] etwas, das man abgibt oder spendet, so dass man selbst darauf verzichten muss
[3] jemand, der durch etwas Schaden erlitten hat
[4] Schach: die freiwillige Hergabe eines Bauern oder einer Figur in der Erwartung, dadurch einen andersartigen (eventuell größeren) Vorteil zu erreichen (Kompensation erlangen)
[5] pejorativ, umgangssprachlich: angelehnt an [3], jemand der schwach, dumm oder unterlegen ist

Nebenbedeutung

[1] Das Wort "Opfer" wird benutzt um jemanden zu beleidigen, der in seinem fachlichen Umfeld als normal gilt, sich aber aus Sicht eines anderen als Laie entpuppt. Er ist ein Opfer der geringen Ansprüche seiner ursprünglichen Umgebung. Der Ausdruck findet auch oft Gebrauch unter Freunden. Oft wird als Opfer auch einfach jemand bezeichnet der lächerlich aussieht oder offensichtlich ein Schwächling ist.

Wortherkunft

mittelhochdeutsch opfer, althochdeutsch opfar, belegt seit em 8. Jahrhundert, vom deutschen Verb opfern rückgebildet; dieses von kirchenlateinisch operārī (werktätig sein; einer religiösen Handlung als Opfer dienen)(1)
[5] Jugendsprache der 2000er Jahre(2)
  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4 , Stichwort "opfern".
  2. Von knorke bis gaga – die Entwicklung der Jugendsprache, Spiegel-Online vom 2. Juni 2008

Sprache

Sprachgebrauch

Was bedeutet Sprachgebrauch?
  • abwertend
  • figurativ
  • umgangssprachlich
  • Schach

Quantitative Linguistik

Grundwortschatz

Was ist der Grundwortschatz?

"Opfer" gehört zum deutschen Grundwortschatz.

Wortlänge nach Buchstaben

"Opfer" umfasst 5 Buchstaben.

Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Begriff "Opfer" wird oft im Sprachgebrauch verwendet.

Rang nach Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Begriff "Opfer" belegt Position 848 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.

Grammatik

Wortart

Was ist eine Wortart?

Genus

Was ist Genus?
Neutrum (sächlich, Artikel: das)

Numerus & Kasus

Was ist Numerus & Kasus?
Nominativ Singular das Opfer
Nominativ Plural die Opfer
Genitiv Singular des Opfers
Genitiv Plural der Opfer
Dativ Singular dem Opfer
Dativ Plural den Opfern
Akkusativ Singular das Opfer
Akkusativ Plural die Opfer

Beispiele

Beispielsätze

  • Hey du Opfer! Was laberst du mich blöd von der Seite an?
  • Man du stinkst, du Opfer!
  • Halts Maul, Opfer!
  • So ein Opfer...
  • Was für ein Opfer!
  • Voll das Opfer...
  • Muck mal nicht, Opfer!
  • Hdf, du Opfer!
  • Geh' mal sterben, du Opfer!
  • Die Opfer, die in der Antike den Göttern dargebracht wurden, bestanden häufig aus Lebensmitteln oder Getränken.
  • Auf die Rechte an seinen frühen Werken zu verzichten, war für den Künstler ein geringes Opfer.
  • Er sucht sich seine Opfer gezielt aus.
  • Nach der Inkaufnahme des Opfers konnte Weiß nur noch wenige Züge machen, dann war er matt.
  • Oh, du Opfer!

Phonologie

Aussprache

Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ˈɔp͡fɐ

Ähnlich klingende Wörter

Reimwörter

Was sind Reimwörter?

Was reimt sich auf "Opfer"?

Semantik

Assoziation

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Assoziative Bedeutungen

Antonyme

Was ist ein Antonym?

Hyperonyme

Was ist ein Hyperonym?

Hyponyme

Was ist ein Hyponym?

Synonyme

Was ist ein Synonym?
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Rhetorische Stilmittel

Isogramme (Wortspiel)

Was ist ein Isogramm?

"Opfer" ist ein Isogramm.

Wortbildungen

Wortbildungsprodukte

Was sind Wortbildungsprodukte?

"Opfer" am Anfang

"Opfer" mittig

"Opfer" am Ende

Wortgruppen

Phrasenbildungen

Kategorien

Verwendung in anderen Quellen

Grüße

  • An Ostern feiern wir einen tieferen Sinn im Leben,
    denn die Auferstehung Christi wurde uns gegeben.
    Drum lasst uns seiner Opfer gedenken,
    wenn wir uns gegenseitig Liebe und Hoffnung schenken.
  • zeige alle Grüße

Redewendungen

Zitate

  • Den Aufbau von Macht ermöglichen meist diejenigen, die nachher ihre Opfer werden.

    Henriette Hanke (1785 - 1862)

  • Der wirklich Gebildete hat an seinem Vaterlande mehr als derjenige, der sich nie Rechenschaft darüber zu geben vermag, weshalb sein Vaterland der Liebe und Opfer wert ist. Wer Bach, Mozart, Beethoven, Erwin, Holbein, Goethe, Grimm verstehen kann, liebt Deutschland anders, als wer in Deutschland nur den ihm gewohnten und darum bequemen Schauplatz seines Alltagslebens erblickt.

    Paul de Lagarde (1827 - 1891)

  • Das Geschaffene erhalten, dafür müssen wir Opfer bringen, denn groß können wir nicht sein, ohne Opfer zu bringen und ohne alles hinzugeben, wenn es not tut.

    Friedrich I., Großherzog von Baden (1826 - 1907)

  • zeige alle Sprüche und Zitate

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Kommentare

  • Ich möchte darauf verweisen, dass das Wort zwar heutzutage enorm oft unter Jugendlichen verwendet wird, aber häufig mit einem latenten Antisemitismus in Verbindung gebracht werden kann. Dabei wird dann die Beleidigung "Opfer" mit "Jude" gleichgesetzt.

    #1 (ID 820) von: Heinz (07.02.2009) antworten
  • Palaber.... wenn man Jude meint, dann sagt man Jude.... man kann ja auch alles antisemitisch sehen...und die Bezeichnung "Jude" ist dann für jemand, der auf dem Geld sitzt, Reichtümer hat sich bevorteilt (wobei die Vorurteile auf die Geschichte zurückgreift und denoch heutzutage oft bestätigt werden) wie man in N.Y. und anderen auch europäischen Städten sehen kann.... Und die Schwulen fangen ja auch nicht gleich an mit heulen, wenn irgendeiner im Sprachgebrauch "Schwuchtel" sagt... Ist Schwul dann ein Schimpfwort.... wohl kaum.... ist Jude dann eins.... ich denke nicht.... es kommt immer auf den Sprachgebrauch an... und... ich würde jetzt nicht sagen, dass Opfer und Jude in irgendeiner art Verwandt sind... es sei denn... es hat was mit Opfergabe zu tun... oder nicht?! in dem Fall... macht nicht alles zu politisch....

    #2 (ID 821) von: mir (26.06.2009) antworten
  • Also, ich habe mich sehr lange mit dem Wort "Opfer"auseinandergesetzt. Klingt Scheiße und ist in der "Asisprache"sehr beliebt. Die jenigen die dieses Wort in den Sprachgebrauch nehmen, sind sehr wahrscheinlich Anwärter für das Rote Kreuz, Johanniter Unfallhilfe oder sonst ein Instutioton die halt mit Hilfebedürftigen zu tun haben wollen. Opfer strahlen zumindest in der Tierwelt eine gewisse "Gebrechlichkeit"aus.

    #3 (ID 822) von: anonym (08.05.2011) antworten

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