zeichnen

Orthographie

Normgerechte Schreibung

  • zeichnen

Silben und Silbentrennung

  • Anzahl der Silben: 2
  • Silbentrennung: zeich | nen, Präteritum zeich | ne | te, Partizip II ge | zeich | net

Etymologie

Bedeutung (Definition)

[1] transitiv: eine bildliche Darstellung mittels Stift, Kohle, Kreide und Ähnlichem oder mittels stiftbasierter Eingabegeräte (Touchpens), virtuellem Stift beziehungsweise Mausklick vornehmlich in Linien und Strichen von etwas oder jemandem (künstlerisch) anfertigen, welche sich letztlich als Zeichnung oder Grafik vermittelt
[2] transitiv, im übertragenen Sinne: schildern; (in literarischen Darbietungen und Texten) Figuren, Charaktere mittels Zeichen, Sprachstil, Gesten, in Haltung und Miene interagierend handeln lassen
[3] intransitiv, von Tieren, Pflanzen und Stoffen: eine bestimmte natürliche Musterung aufweisen
[4] transitiv: etwas mit einem oder mehreren Zeichen versehen
[a] Haushalt, Textil: jemandes Monogramm, Namenszeichen in die Wäsche sticken
[b] bildlich: (erkennbar) prägen
[5] transitiv: unterzeichnen
[a] ein Schriftstück unterschreiben
[b] sich durch das Setzen seiner Unterschrift in etwas eintragen
[c] etwas durch das Setzen seiner Unterschrift erwerben
[6] intransitiv, Jägersprache, von angeschossenen Tieren: Zustand und Befinden zu erkennen geben

Abkürzungen

Wortherkunft

gemeingermanischer j-bildender Denominativ zu Zeichen: bezeugt in gotisch taiknjan, altnordisch teikna, tákna, angelsächsisch tǽcnan, altfriesisch tēknia, althochdeutsch zeihannen, zeihnen; daneben auch eine ō-Ableitung im Angelsächsischen getǽcnian, im Fränkischen zeihhonōn, im Alemannischen zaichnot, gezächnot, im Kärntnerischen zeichenōn, vielleicht auch im Mittelniederdeutschen tēkenen; im Angelsächsischen schwindet das stimmhafte -n- zu tǽcean (im Präteritum zu tǽhte tāhte), woraus neuenglisch teach (Präteritum: taught) entsteht; im Deutschen erfolgt eine Kürzung durch Vokalausfall: althochdeutsch zaihnit, ceichinit; im Mittelhochdeutschen beziehungsweise Mittelniederdeutschen erfolgt eine Kürzung durch n-Tilgung: zeichen; seit dem Neuhochdeutschen setzt sich die heute bekannte Schreibweise durch(1)(2)
  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , Seite 1006
  2. Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 "zeichnen"

Quantitative Linguistik

Grundwortschatz

Was ist der Grundwortschatz?

"zeichnen" gehört zum deutschen Grundwortschatz.

Wortlänge nach Buchstaben

"zeichnen" umfasst 8 Buchstaben.

Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Begriff "zeichnen" wird oft im Sprachgebrauch verwendet.

Rang nach Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Begriff "zeichnen" belegt Position 1512 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.

Grammatik

Wortart

Was ist eine Wortart?

Flexion

Was ist Flexion?
Präsens ich zeichne
Präsens du zeichnest
Präsens er, sie, es zeichnet
Präteritum ich zeichnete
Partizip II gezeichnet
Konjunktiv II ich zeichnete
Imperativ Singular zeichne
Imperativ Plural zeichnet
Hilfsverb haben

Beispiele

Beispielsätze

  • Er zeichnete mit Kohle ein Porträt von mir.
  • Er zeichnet ein düsteres Bild von der Zukunft.
  • Die Figuren in diesem Stück sind realistisch gezeichnet.
  • Seine Katze hat ein tigergleiches, wild gezeichnetes Fell.
  • Das Unglück zeichnete ihn mit einer Narbe.
  • [4a] Im Kindergarten sind die Handtücher und Schlafsachen der Kinder gezeichnet, damit nichts vertauscht werden kann.
  • [4b] Der alte Greis war vom Leben gezeichnet.
  • [5a] Die Verträge sind vom Chef gezeichnet.
  • [5a] Die Kopien sind signiert durch "gez. Monika Musterfrau".
  • [5b] Sie zeichnete sich in die Liste.
  • [5c] Wir haben in Ihrem Auftrag die Aktien gezeichnet.
  • Das Wild zeichnet.

Phonologie

Aussprache

Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ˈt͡saɪ̯çnən

Ähnlich klingende Wörter

Semantik

Assoziation

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Antonyme

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Synonyme

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Wortgruppen

Phrasenbildungen

Kategorien

Verwendung in anderen Quellen

Redewendungen

  • ein düsteres Bild zeichnen
  • ein rosiges Bild zeichnen
  • eine Aktie zeichnen
  • eine Anleihe zeichnen
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Zitate

  • Viele Menschen zeichnen sich dadurch aus, daß sie, wo es irgend an einem Scharfrichter fehlt, gern gleich den Dienst versehen.

    Friedrich Hebbel (1813 - 1863)

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