machen

Orthographie

Normgerechte Schreibung

  • machen

Silben und Silbentrennung

  • Anzahl der Silben: 2
  • Silbentrennung: ma | chen, Präteritum mach | te, Partizip II ge | macht

Etymologie

Bedeutung (Definition)

Was bedeutet "machen"?

[1] in einen bestimmten Zustand versetzen
[2] umgangssprachlich: herstellen, produzieren, anfertigen
[3] machen, dass: veranlassen
[a] früher auch mit Infinitiv
[4] umgangssprachlich: tun, tätigen, handeln, ausführen, erledigen
[5] euphemistisch: koten oder urinieren
[6] regional: einfüllen, auffüllen
[7] ostmitteldeutsch, Hilfsverb sein: den Wohnort wechseln, vom Wohnort wegziehen
[8] umgangssprachlich, es machen: koitieren, Sex haben
[9] verursachen, hervorrufen
[10] durch geschäftliche Tätigkeiten verdienen
[11] umgangssprachlich, reflexiv: eine meist positive Entwicklung nehmen; sich aufwärts entwickeln, wachsen
[12] salopp: eine bestimmte Rolle übernehmen
[13] umgangssprachlich, abwertend: etwas oder jemanden mimen, eine bestimmte Haltung nach außen hin einnehmen
[14] reflexiv: sich in eine bestimmte Umgebung gut einfügen, gut irgendwohin passen
[15] umgangssprachlich, auch mit in etwas: sich auf einem bestimmten Geschäftsfeld betätigen
[16] umgangssprachlich: eine bestimmte Summe Geldes betragen
[17] bei mathematischen Operationen (insbesondere bei Addition, Multiplikation und Subtraktion, Division): ergeben
[18] den nachfolgend umschriebenen Laut von sich geben
[19] regional: gehen
[20] beginnen
[21] Ballsport, umgangssprachlich: ein Tor erzielen

Wortherkunft & Verweise

westgermanisch: althochdeutsch mahhōn, mittelhochdeutsch machen; altsächsisch altnfr. macôn, niederdeutsch, niederländisch maken; friesisch makia, angelsächsisch macian, englisch make; ins Isländische und Schwedische als maka, ins Dänische als mage entlehnt. Präteritum: althochdeutsch machôta, Konjunktiv machôti, mittelhochdeutsch machete, machte. Aus indoeuropäisch *mag- "kneten". Verwendung in handwerklichen Sonderbereichen. Die allgemeine germanische Bedeutung, bauen, könnte auf "Wände mit Lehm verschmieren" zurückgeführt werden. Indoeur.: *mag- ist griechisch μάσσω (másso): ich knete, altslawisch mazati bestreichen; bretonisch meza kneten

Sprache

Sprachgebrauch

Was bedeutet Sprachgebrauch?
  • abwertend
  • regional
  • salopp
  • umgangssprachlich

Quantitative Linguistik

Grundwortschatz

Was ist der Grundwortschatz?

"machen" gehört zum deutschen Grundwortschatz.

Wortlänge nach Buchstaben

"machen" umfasst 6 Buchstaben.

Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Begriff "machen" wird sehr oft im Sprachgebrauch verwendet.

Rang nach Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Begriff "machen" belegt Position 65 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.

Grammatik

Wortart

Was ist eine Wortart?

Flexion

Was ist Flexion?
Präsens ich mache
Präsens du machst
Präsens er, sie, es macht
Präteritum ich machte
Partizip II gemacht
Konjunktiv II ich machte
Imperativ Singular mache
Imperativ Singular mach
Imperativ Plural macht
Hilfsverb haben

Beispiele

Beispielsätze

  • Bsp. substantiviert: Du bist heute dran mit Frühstück-Machen.
  • Machst du auch wieder deinen leckeren Obstquark zum Dessert?
  • Der Nachbar lässt seinen Hund immer an die Hausecke machen.
  • Wie macht sich unser neuer Fahrer?
  • Überstunden machen
  • Das macht mich wütend.
  • Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün. (Wolfgang Amadeus Mozart)
  • Du machst dich zum Gespött der Leute.
  • Was hast du nur aus mir gemacht!
  • Er machte sie zu seiner engsten Vertrauten.
  • Sie machte ihn zu ihrem Verlobten.
  • Meine Frau hat sich heute Abend besonders hübsch gemacht.
  • Du machst mich aber jetzt neugierig!
  • In welchem Land wurde dieses Spielzeugauto gemacht?
  • Lieber Gott, mach bitte, dass es regnet.
  • [3a] Das machte ihn alles vergessen.
  • Wir machen es so, wie es uns gefällt.
  • Hinnerk macht nie seine Hausaufgaben.
  • Der Hund hat auf den Teppich gemacht.
  • Mach mir bitte eine Wurst auf den Teller.
  • Das halbe Dorf ist in den Westen gemacht.
  • Sie haben es letzte Nacht gemacht.
  • Er macht es mit jeder.
  • Du machst mir nur Arbeit!
  • Mit seiner dauernden Nörgelei hat sich Marius schon viele Feinde gemacht.
  • Mit seinen riskanten Spekulationen an der Börse hat mein Schwager ein Vermögen gemacht.
  • Dein Sohn hat sich echt gemacht.
  • Jedes Jahr macht der Nachbar den Orpheus bei der Dorfbühne.
  • Die Partei macht auf Optimismus.
  • Sie macht auf cool.
  • Dein neues Sofa macht sich ausnehmend gut vor dem Fenster.
  • Acherich macht seit kurzem in Eisenwaren.
  • Insgesamt macht das 798 Euro.
  • Wieviel macht das?
  • 7 mal 7 macht 49. 5 und 8 macht 13.
  • "Wuff" machte der Hund.
  • Dann macht es "bumm", und alles liegt in Schutt und Asche.
  • Machst du noch fort?
  • Ich mache mich jetzt an die Arbeit.

Phonologie

Aussprache

Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ˈmaxn̩

Ähnlich klingende Wörter

Reimwörter

Was sind Reimwörter?

Was reimt sich auf "machen"?

Semantik

Assoziation

Nimmst du "machen" eher als positiv oder negativ wahr?

Assoziative Bedeutungen

Bedeutungsgleiche Wörter im Englischen

  • make

Antonyme

Was ist ein Antonym?

Hyperonyme

Was ist ein Hyperonym?

Hyponyme

Was ist ein Hyponym?

Synonyme

Was ist ein Synonym?
zeige alle Synonyme für machen

Rhetorische Stilmittel

Anagramme (Wortspiel)

Was ist ein Anagramm?

Isogramme (Wortspiel)

Was ist ein Isogramm?

"machen" ist ein Isogramm.

Wortbildungen

Wortbildungsprodukte

Was sind Wortbildungsprodukte?

"machen" am Anfang

"machen" am Ende

Wortgruppen

Phrasenbildungen

Kategorien

Verwendung in anderen Quellen

Redewendungen

  • sich ins Hemd machen
  • Tabula rasa machen
  • den Bock zum Gärtner machen
  • eine gute Figur machen
  • einen Abflug machen
  • einen Schlachtergang machen
  • es jemandem recht machen
  • jemandem den Hof machen
  • jemandem schöne Augen machen
  • jemanden zum Hahnrei machen
  • jemanden zur Minna machen
  • keinen Hehl aus etwas machen
  • sich einen Reim auf etwas machen
  • sich vom Acker machen
  • sich zum Affen machen
  • viel Wind um etwas machen
  • zeige alle Redewendungen

Zitate

  • Wer Ansprüche macht, beweist eben dadurch, daß er keine zu machen hat.

    Johann Gottfried Seume (1763 - 1810)

  • zeige alle Sprüche und Zitate

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