gemein verifizierter Eintrag (SM, 12/2023) Adjektiv, Negative Adjektive Wortkarte Was bedeutet gemein? [1] veraltend: eine Eigenschaft habend, die mehreren gemeinsam ist [2] herablassend, veraltend: einfach und gewöhnlich; nicht besser als der Durchschnitt [3] abwertend: vulgär; von niederer Gesinnung [4] besonders in der Kindersprache: dem anderen übelwollend, fies, schofel [5] verstärkend: sehr; intensiv oder schmerzhaft + Bedeutung eintragen Beispiele (7) alle + ergänzen Das tut gemein weh! Synonyme (99) anderes Wort für gemein 0 0 Zufallswort Inhaltsverzeichnis [anzeigen] Bedeutung (Definition) Etymologie Abkürzungen Kurzformen Wortherkunft & Verweise Lehnwort Orthographie Normgerechte Schreibung Silben und Silbentrennung Orthographische Varianten Namensvarianten Häufige Rechtschreibfehler Phonologie Aussprache Ähnlich klingende Wörter Reduplikation Reimwörter Grammatik Wortart Genus Komparation Soziolinguistik Gendersprache Generisches Femininum (weibliche Wortform) Generisches Maskulinum (männliche Wortform) Genderformen Sprache Sprachvarietät Sprachgebrauch Wortschatz Quantitative Linguistik Grundwortschatz Länge nach Buchstaben Buchstabenhäufigkeit Konsonanten und Vokale Worthäufigkeit Rang nach Worthäufigkeit Beispiele Semantik Assoziation Assoziative Bedeutungen Polysemie Antonyme Homonyme Homophone Holonyme Hyperonyme Hyponyme Paronyme Synonyme Rhetorische Stilmittel Archaismus Diminutiv Euphemismus Koseform Maledictum Onomatopoesie Palindrom Wortbildungen Wortbildungsprodukte Wortverbindung Kofferwort Neologismus Okkasionalismus Wort- & Buchstabenspiele Scrabble Stadt, Land, Fluss Anagramme Isogramme Wortprofile Wortkarte Wortgruppen Phrasenbildungen Phraseologismus Wortlisten Verwendung in anderen Quellen Grüße Redewendungen Sprichwörter Wünsche Zitate Zungenbrecher User Feedback Gefällt dir der Begriff? Umfrage Kommentare Wortkarte für "gemein" Deine Bedeutung 📝 neu laden speichern Etymologie Die Etymologie erforscht den Ursprung und die historische Entwicklung von Wörtern. Wortherkunft & Verweise "Das Adjektiv gemein, existiert in den Bedeutungen gemeinsam, gemeinschaftlich, allgemein, gewöhnlich, niedrig gesinnt, niederträchtig, unfein, unanständig, und gehört seit dem 8. Jahrhundert zum Standardwortschatz. Es leitet sich von einem gemeingermanischen/altgermanischen Adjektiv *ga-maini- allgemein ab: althochdeutsch gimeini → goh zuteil geworden, bestimmt, gemeinsam, gemeinschaftlich, allgemein, übereinstimmend, zugleich stammt aus dem 8. Jahrhundert, mittelhochdeutsch gemein → gmh, gemeine → gmh zusammengehörig, gemeinschaftlich, allgemein, vertraut, bekannt, für alle eingerichtet, gewöhnlich, zur Masse gehörig, niedrig, altsächsisch gimēni → osx, gimeini → osx, altfriesisch mēne → ofs, niederdeutsch meen gesammt, all; de meene Koopmann alle Kaufleute, die gesammte Kaufmannschaft, meene Borger alle Bürger, mittelniederdeutsch gemēne, mittelniederländisch ghemēne → dum, ghemeen → dum, ghemein → dum, ghemeine → dum, niederländisch ghemeyne (1), gemeen , auch niedrig, niederträchtig, altenglisch gemǣne allgemein, gemeinsam, gewöhnlich, niedrig, (aber auch altenglisch imæne , imene , imone , und in der Form mene ,) englisch mean gemein, gering, niedrig, schlecht, gotisch gamains → got gemeinsam, unheilig, dänisch gemeen gemein, liederlich, den gemene mand der gemeine Mann, gehört wie lateinisch commūnis gemeinsam, gemeinschaftlich, allgemein, gewöhnlich, oder auch lateinisch mūnus Verrichtung, Aufgabe, (siehe auch unter Kommune, Kommunismus) als Präfixbildung zu den unter Meineid mit indogermanischer Wurzel (*mei- tauschen, wechseln, siehe dort) aufgeführten Substantiven mit n-Suffix (*mein, *moino-) und der Grundbedeutung Tausch, Wechsel. Ausgangsbedeutung von gemein ist danach wohl worin man sich abwechselt, was einem im Wechsel mit anderen zukommt, was mehreren in gleicher Art gehörig ist, woraus sich dann die Bedeutungen gemeinsam, gemeinschaftlich, allgemein entwickelten. Da das, was mehreren oder vielen gemeinsam ist oder gehört, nicht wertvoll oder edel sein kann, wird gemein vom 15. Jahrhundert an zu einfach, gewöhnlich (der gemeine Mann, das gemeine Volk, der gemeine Soldat) und erhielt den abwertenden Nebensinn unheilig, alltäglich, gewöhnlich, roh, im 19. Jahrhundert (neudeutsch) auch verächtlich, niederträchtig, unanständig (gemeiner Schuft, Kerl)."(1)(2)(3)(4)(5) Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart mit beständiger Vergleichung der übrigen Mundarten, besonders aber der oberdeutschen. Zweyte, vermehrte und verbesserte Ausgabe. Leipzig 1793–1801 "gemein"Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 "gemein", unter Punkt 1: Form und VerwandtschaftWolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort "gemein"Günther Drosdowski (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1963, ISBN 3-411-00907-1 , Seite 209, unter gemeinFriedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, DNB 1012311937 , Seite 345, unter gemein Orthographie Normgerechte Schreibung gemein Silben und Silbentrennung Anzahl der Silben: 2 Silbentrennung: ge | mein, Komparativ ge | mei | ner, Superlativ am ge | meins | ten Phonologie Aussprache Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): ɡəˈmaɪ̯n Reimwörter Was sind Reimwörter? Was reimt sich auf "gemein"? Ain Bad Gastein Bahrain Bahrein Bein Bildein Design Gebein Gemein Geschein Grammatik Die Grammatik ist das Regelwerk, das beschreibt, wie eine Sprache aufgebaut ist und funktioniert. Wortart Was ist eine Wortart? Adjektiv Komparation Was ist Komparation? Steigerung von "gemein": Positiv gemein Komparativ gemeiner Superlativ am gemeinsten Sprache Sprachgebrauch Was bedeutet Sprachgebrauch? abwertend veraltend Wortschatz Was bedeutet Wortschatz? Emotionen & Gefühle Quantitative Linguistik Die Quantitative Linguistik ist die Statistik der Sprachwissenschaft. Grundwortschatz Was ist der Grundwortschatz? "gemein" gehört nicht zum deutschen Grundwortschatz. Länge nach Buchstaben "gemein" umfasst 6 Buchstaben. : Buchstabenhäufigkeit Was bedeutet Buchstabenhäufigkeit? E 2-mal → 17,22% (sehr häufig) N 1-mal → 10,04% (häufig) I 1-mal → 7,66% (mäßig häufig) G 1-mal → 3,29% (gelegentlich) M 1-mal → 2,73% (gelegentlich) Konsonanten und Vokale "gemein" enthält 3 Vokale und 3 Konsonanten Worthäufigkeit Was bedeutet Worthäufigkeit? Der Begriff "gemein" wird gelegentlich im Sprachgebrauch verwendet. Rang nach Worthäufigkeit Wie wird der Rang nach Worthäufigkeit ermittelt? Der Eintrag "gemein" belegt Position 6276 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung. Beispiele Beispielsätze All diesen Leuten ist die Muttersprache Deutsch gemein. Hier wächst eine Gemeine Schlüsselblume. Das gemeine Volk, also die einfachen Leute, die sagen da was ganz anderes. Die gemeine Gossensprache ist vulgär. Wie gemein von dir! Ich bin ganz gemein umgeknickt. Das tut gemein weh! Dein Beispielsatz 📝 neu laden speichern + Beispiel eintragen Semantik Die Semantik befasst sich mit der Bedeutung von Wörtern und Sätzen. Assoziation Nimmst du "gemein" eher als positiv oder negativ wahr? positiv negativ Negative Assoziation Der Begriff "gemein" wird stark negativ bewertet. Assoziative Bedeutungen Gedanken und Gefühle, die neben der Grundbedeutung geweckt werden: abgedroschen abgeschmackt Alltagsessen amateurhaft amoralisch animos auf Krawall gebürstet auf Streit aus banal bedeutungsleer beißend beleidigend beliebig billig bissige Anspielung bissig Boshaftigkeit brummig bärbeißig böses Wort diffamierend dilettantenhaft dilettantisch Drecksack Dreckskerl dysphorisch ehrabschneidend ehrenrührig ehrverletzend einfache Küche Ekelpaket ethisch bedenklich ethisch fragwürdig feindselig fiese Möpp fieser Typ Fiesling flau Foulspiel Foul gehaltlos gehässig geistlos gereizt Gestichel giften giftige Bemerkung glatt gnatzig grantig griesgrämig grummelig grämlich hasserfüllt Hausmannskost herabsetzend herabwürdigend hobbymäßig hohl hässig höhnen inhaltsarm inhaltsleer injuriös insgeheim frohlocken intrigantes Verhalten Intriganz kann sich selbst nicht leiden kiebig Knilch knurrig Knülch Kotzbrocken kratzbürstig krawallig laienhaft launisch leer Malice Medisance miesepetrig missgelaunt missgestimmt misslaunig missmutig missvergnügt mit sich im Hader mit sich und der Welt im Unreinen mittelmäßig moralisch verwerflich motzig muffelig Möchtegern- mürrisch nicht ernst zu nehmen nichts sagend nichtssagend nicht zu rechtfertigen nicht zu Späßen aufgelegt oberflächlich ohne Aussage ohne Ecken und Kanten ohne Höhen und Tiefen ohne Substanz ohne weitergehenden Anspruch pesten Pestzecke phobisch platt polemisch provozierend Rüpel Sackgesicht sarkastisch satirisch sauertöpfisch schadenfroh sein schal scharfzüngig schlecht drauf schlechte Stimmung verbreitend schlecht gelaunt schlimmer Finger schneidend schnippisch schwarzhumorig Schweinebacke Schweinepriester seicht Seitenhieb sinnentleert sittenwidrig so weit okay spinnefeind spitze Bemerkung Spitze spitzzüngig spitz spöttisch Stichelei Streit suchend streitsüchtig stänkern stümperhaft substanzarm substanzlos sündhaft trivial unausstehlich unethisch unfroh ungemütlich ungenießbar ungnädig unkeusch unleidig unleidlich unmoralisch unprofessionell unqualifiziert unsittlich Unsympath unversöhnlich unwillig unwirsch unzufrieden unzüchtig verdrießlich verdrossen verfeindet verletzend verleumderisch verunglimpfend verächtlichmachend von Hass erfüllt widerliche Type Widerling widerwärtige Person witzlos wohlfeil zanksüchtig zickig zu verurteilen zynisch zänkisch ätzend ätzen übellaunig übelwollend übler Bursche übler Patron Hyponyme Was ist ein Hyponym? Unterbegriffe von "gemein": allgemein hundsgemein ungemein Wort- & Buchstabenspiele Wort- & Buchstabenspiele sind sprachliche Rätsel, bei denen mit einzelnen Buchstaben oder deren Anordnung gespielt wird. Lust auf unsere kniffligen Wortspiele? Scrabble Was ist Scrabble? Buchstabenwert für "gemein": 9 Die Berechnung basiert auf:∑ aus G(2), 2 × E(1) = 2, M(3), I(1), N(1)Insgesamt ergibt das 9 Punkte. Tipp: ❯ Wortfinder für Scrabble nutzen! Anagramme Was ist ein Anagramm? Aus den Buchstaben von "gemein" lassen sich diese Wörter bilden: miegen Wortprofile Wortkarte Was ist eine Wortkarte? Wortgruppen Phrasenbildungen Gemeiner Beinwell Gemeine Bibernelle Gemeiner Erdritterling Gemeiner Hallimasch Gemeiner Anisegerling Gemeines Stockschwämmchen Gemeiner Rübling Gemeine Wiesenwanze Gemeiner Holzbock Allgemeine Linguistik Gemeine Feuerwanze Wortlisten "gemein" ist in folgenden Wortlisten zu finden: Adjektive mit G Synonyme mit G Wörter mit 6 Buchstaben Wörter mit EI Wörter mit EIN am Ende Wörter mit EM Wörter mit G am Anfang Wörter mit GE am Anfang Wörter mit IN am Ende Wörter mit ME Wörter mit N am Ende zeige alle ❯ Wortlisten Verwendung in anderen Quellen Sprichwörter Gemein Gerücht ist selten erlogen. zeige alle ❯ Sprichwörter Zitate Liebe ist eine bloße Tollheit, und ich sage Euch, verdient ebensogut eine dunkle Zelle und Peitsche als andre Tolle; und die Ursache, warum sie nicht so gezüchtigt und geheilt wird, ist, weil sich diese Mondsucht so gemein gemacht hat, daß die Zuchtmeister selbst verliebt sind. William Shakespeare (1564 - 1616) Mit wem man nichts gemein hat, mit dem ist gut Frieden halten. Anselm Feuerbach (1829 - 1880) Wenn Gründe so gemein wie Brombeeren wären… William Shakespeare (1564 - 1616) zeige alle ❯ Zitate User Feedback Gefällt dir der Begriff? 0 0 Umfrage Befragung zur Nutzung von "gemein" im persönlichen Sprachgebrauch. Umfrage 👍👎 Würdest du "gemein" in deinem Sprachgebrauch nutzen? Ja Nein Dein Geschlecht? Mann Frau Divers speichern Jetzt abstimmen! Dein Kommentar 📝 neu laden speichern Kommentare Zu "gemein" sind noch keine Kommentare vorhanden. Eröffne den Gedankenaustausch!💥 + Kommentar schreiben