Zug

Orthographie

Normgerechte Schreibung

  • Zug

Silben und Silbentrennung

  • Anzahl der Silben: 1
  • Silbentrennung: Zug, Plural: Zü | ge

Etymologie

Bedeutung (Definition)

Was bedeutet "Zug"?

[1] mehrere hintereinander gekoppelte Fahrzeuge (speziell auf Schienen)
[2] Mechanik, Physik: Kraft, die in eine bestimmte Richtung zieht
[3] das Einwirken auf etwas, um es zu sich hin zu bewegen; gegen die Kräfte des Festhaltens oder des inneren Zusammenhalts wirkende Kraft
[4] Luftzug; starker Luftdurchgang (vor allem in Gebäuden)
[5] Spiele: Bewegen einer Brettspielfigur von einem Feld auf ein anderes
[6] Menschenführung: kleinere Organisationseinheit in einer Hierarchie
[6a] Militär: drittgrößte Gliederungsform einer militärischen Teileinheit
[6b] Feuerwehr: größte reguläre taktische Einheit bestehend aus zwei Gruppen
[6c] Technisches Hilfswerk: eigenständiger Einsatzverband
[6d] Hilfsorganisation: eine taktische Einheit des zivilen Bevölkerungsschutzes
[7] Wanderung
[7a] speziell: von Vögeln
[8] das Einatmen (Atemzug), das Rauchen (inhalieren) oder das Schlucken beim Trinken
[9] Personengruppe bei feierlichen oder fröhlichen Anlässen auf einem gemeinsamen Weg
[10] charakteristische Form der Linie
[10a] beim Schriftbild, bei einer Zeichnung
[10b] im Gesicht, Gesichtsschnitt (Gesichtszug)
[10c] übertragen: Eigenart, Eigenschaft (Charakterzug)
[11] spiralförmige Rille im Lauf von Feuerwaffen
[12] Vorrichtung, die durch Ziehen ein Ereignis auslöst
[13] Unternehmung mit Waffeneinsatz

Weitere Bedeutungen liefern die folgenden Lemmata:

1. Zug

Abkürzungen

  • Zg

Wortherkunft & Verweise

mittelhochdeutsch zuc → gmh, zug → gmh, althochdeutsch zug → goh "Bewegung, Ziehen", westgermanisch tugi- → gmw "Zug", belegt seit dem 11. Jahrhundert(1), nach Pfeifer seit dem 9. Jahrhundert(2); ein Verbalabstrakt zu ziehen. Seit dem 16. Jahrhundert auch in den Bedeutungen "ziehende Menschengruppe" (zuerst im militärischen Bereich) und "Luftzug", seit dem 19. Jahrhundert auch "Eisenbahnzug".(3)
  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , Stichwort: ‚Zug‘, Seite 1018.
  2. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4 , Stichwort ‚Zug‘.
  3. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 5., neu bearbeitete Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9 , Stichwort Zug.

Sprache

Sprachgebrauch

Was bedeutet Sprachgebrauch?
  • Physik
  • Militärwesen
  • Schach

Quantitative Linguistik

Grundwortschatz

Was ist der Grundwortschatz?

"Zug" gehört zum deutschen Grundwortschatz.

Länge nach Buchstaben

"Zug" umfasst 3 Buchstaben.

Konsonanten und Vokale

"Zug"

enthält einen Vokal und 2 Konsonanten

Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Begriff "Zug" wird oft im Sprachgebrauch verwendet.

Rang nach Worthäufigkeit

Wie wird die Worthäufigkeit ermittelt?

Der Eintrag "Zug" belegt Position 689 in unserer Rangliste der Häufigkeitsverteilung.

Grammatik

Wortart

Was ist eine Wortart?

Genus

Was ist Genus?
Maskulinum (männlich, Artikel: der)

Numerus & Kasus

Was ist Numerus & Kasus?
Nominativ Singular der Zug
Nominativ Plural die Züge
Genitiv Singular des Zuges
Genitiv Singular des Zugs
Genitiv Plural der Züge
Dativ Singular dem Zug
Dativ Singular dem Zuge
Dativ Plural den Zügen
Akkusativ Singular den Zug
Akkusativ Plural die Züge

Beispiele

Beispielsätze

  • Nach den Ansprachen setzte sich der Zug der Demonstranten Richtung Nordviertel in Bewegung.
  • Viele Kinder schauen gerne Züge.
  • Dies ist der Zug nach nirgendwo.
  • Der Balken wird hier mit 5000 Newton auf Zug belastet.
  • Das Drahtseil war dem Zug nicht gewachsen.
  • Ein Zug am Seil – und die Falltür geht auf!
  • Der Zug kann Erkältungen bewirken.
  • Beim Schach wird der erste Zug oft mit einem Bauern gemacht.
  • Ein Zug besteht aus drei Gruppen. Der Löschzug besteht aus drei Fahrzeugen.
  • Auf ihrem Zug durch die Vororte erbeuteten die Einbrecher wertvollen Schmuck.
  • [7a] Störche sieht man auf dem Zuge über dem Bosporus.
  • Er hat einen guten Zug.
  • Wo können wir am besten den Zug anschauen?
  • Ich habe bei ihm Züge entdeckt, die mir gruselig erscheinen.
  • Der Zug im Gewehrlauf verursacht den Drall des Geschosses.
  • Er hielt ein Referat über Karl den Großen und seinen Zug gegen die Sachsen.

Phonologie

Aussprache

Nach dem IPA (Internationales Phonetisches Alphabet): t͡suːk

Ähnlich klingende Wörter

Semantik

Assoziation

Nimmst du "Zug" eher als positiv oder negativ wahr?

Assoziative Bedeutungen

Antonyme

Was ist ein Antonym?

Hyperonyme

Was ist ein Hyperonym?

Hyponyme

Was ist ein Hyponym?

Synonyme

Was ist ein Synonym?
zeige alle Synonyme für Zug

Rhetorische Stilmittel

Isogramme (Wortspiel)

Was ist ein Isogramm?

"Zug" ist ein Isogramm.

Wortbildungen

Wortbildungsprodukte

Was sind Wortbildungsprodukte?

"Zug" am Anfang

"Zug" mittig

"Zug" am Ende

Wortgruppen

Phrasenbildungen

Kategorien

Verwendung in anderen Quellen

Grüße

  • Konfetti und Luftballons so weit das Auge reicht,
    ein Zug voll Glück, der dir nie von der Seite weicht.
    Liebe, Glück und himmlische Segen,
    all das wünsche ich dir auf deinen Wegen.
  • zeige alle Grüße

Redewendungen

  • ein schöner Zug von jemandem sein
  • gut im Zug sein
  • in einem Zug
  • kein schöner Zug von jemandem sein
  • zeige alle Redewendungen

Wünsche

  • Ich wünsche Dir für das neue Jahr den Optimismus, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen - und den Realismus zu erkennen, wenn das Licht von einem herannahenden Zug kommt.
  • zeige alle Wünsche

Zitate

  • Es ist ein Zug der Kindheit, aus allem alles machen zu können.

    Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

  • Ich fürchte, die Natur hat dem Menschen selbst einen Zug zur Unmenschlichkeit eingepflanzt.

    Michel de Montaigne (1533 - 1592)

  • Es gibt kaum einen häßlicheren Zug in der menschlichen Natur als den Hang, grausam zu werden, sobald der Mensch die Macht hat, anderen Böses zuzufügen.

    Nathaniel Hawthorne (1804 - 1864)

  • zeige alle Sprüche und Zitate

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